Macht klassische Musik intelligent?

zuletzt aktualisiert: 06.02.2020 | 05:20 Uhr

In Halle jährlich die Händel-Festspiele statt. Klassische Musik ist aus der Stadt nicht wegzudenken. Gerade nach der Geburt soll ein Kind durch diese Musik schlau werden.

MDR-Sinfonieorchester
Klassische Musik, zum Beispiel vom MDR-Sinfonieorchester, soll intelligenter machen! Bildrechte: MDR/Hagen Wolf

Viele Mütter versuchen, ihr Kind mit etwas Beethoven, Bach oder Mozart zu beschallen. Angeblich hat das einen positiven Einfluss auf das Kind. Laut dem sogenannten Mozart-Effekt soll es vor allem intelligenter werden.

Die Behauptung

Klassische Musik macht intelligent.

Fakt oder Fake?

Unsere Expertin dafür ist das ehemalige Mitglied der No Angels: Jessica Wahls aus der MDR JUMP Musikredaktion. Sie sagt:

Angefangen hat das alles mit einer US-Studie im Jahr 1993: Nach zehn Minuten Musik von Mozart konnten Testpersonen verschiedene Aufgaben wie zum Beispiel Papierfalten und schneiden besser bewältigen.

Das löste einen regelrechten Hype aus. Bereits Babys wurden im Mutterleib mit klassischer Musik beschallt und Forscher aus der ganzen Welt haben sich mit dem Mozart-Effekt beschäftigt.

2010 haben Wissenschaftler der Universität Wien 39 Studien zum Thema verglichen und ausgewertet. Das Ergebnis: Den Mozart Effekt gibt es nicht!

Die Behauptung ist also ein Fake!

Dass klassische Musik unsere Intelligenz steigert, stimmt nicht. Aber Musikliebhaber leben dennoch gesünder. Denn unsere Selbstheilungskräfte mögen Musik. Und unser Gehirn hält sich jung.

Die MDR JUMP Morningshow sagt dem Halbwissen den Kampf an und prüft jeden Morgen um 05:20 Uhr und 07:20 Uhr die verrücktesten Internetmythen. Gemeinsam mit Experten checken Sarah und Lars den Wahrheitsgehalt der Behauptungen und klären am Ende: Ist die Behauptung Fakt oder Fake!?

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 06. Juni 2019 | 05:20 Uhr

Weitere Folgen

Eine Frau sitzt an einer Supermarktkasse 2 min
Bildrechte: colourbox.com
Ein Hund trägt eine Maske. 2 min
Bildrechte: dpa