Eine Gruppe tanzender Menschen hat Spaß am See.
Bildrechte: Colourbox.de

Neue Studie Das Geheimnis der Megahits

16.05.2018 | 16.42 Uhr

Warum haben letzen Sommer alle "Despacito" gehört? Wissenschaftler aus Kalifornien haben 500.000 Songs untersucht um die Geheimzutat für einen Hit zu finden.

Eine Gruppe tanzender Menschen hat Spaß am See.
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Erinnerst du dich noch an "Despacito"? Den Sommerhit 2017, der monatelang in den Radios rauf und runter gespielt wurde und der die Charts dominierte.

Forscher interessieren sich schon lange dafür, was das Geheimnis solcher Songs ist. An der Universität von Kalifornien wurden für ein Forschungsprojekt eine halbe Million Songs verglichen. Die Lieder wurde alle zwischen 1985 und 2015 veröffentlicht. Dank des langen Zeitraums konnten die Forscher auch Trends ablesen.

Songs sind mittlerweile zum Beispiel wesentlich weniger gut gelaunt, als noch in den Achtzigern. Auch soll es heute mehr traurige Lieder geben, heißt es in der Studie.

Wann ist ein Hit ein Hit?

Die Forscher werteten 18 verschiedene Kategorien aus, unter anderem Tanzbarkeit, Geschlecht des Interpreten, Rhythmus oder Genre. Ein todsicheres Geheimrezept für Hits gebe es nicht, aber durchaus einige Kriterien für Erfolg.

Glücklichere Songs hätten eher Chancen ein Hit zu werden, als traurige Songs. Top-100 Hits seien häufiger von Frauen gesungen, würden Partystimmung verbreiten und seien dementsprechend weniger entspannend, heißt es in der Studie. Dazu komme noch ein Superstar-Bonus. Das heißt, wenn ein Song von einem Star wie Adele oder Rihanna ist, hat er entsprechend mehr Chancen, erfolgreich zu werden.

Das Geheimnis bleibt geheim

Die Software, die die Songs anschließend analysierte, versagte aber trotzdem. Zu den 526 Top-100 Hits aus dem Jahr 2014, identifizierte das Programm fälschlicherweise nochmal 1.000 Songs, die eigentlich hätten erfolgreich sein müssen. Zuverlässige Hiterkennung ist da nur bedingt möglich.

Die Studie ist nicht die erste, die sich mit der Frage beschäftigt, was einen Song zum Hit macht. Andere halten vor allem Wiederholung und Wiedererkennungspotential für wichtig. Auch Musikerkennungssoftware wie Shazam wertet seit Jahren aus, welche Songs mit ihrer Hilfe gesucht werden und versuchen so ebenfalls, Hits vorherzusagen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 16. Mai 2018 | 22:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Mai 2018, 16:42 Uhr

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