Kulturhistorisches Museum in Magdeburg.
Im Kulturhistorischen Museum soll es 2019 eine Sonderausstellung geben. Bildrechte: IMAGO

Extra-Geld Bund fördert Kultur in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Kultur bekommt Extra-Geld vom Bund. Der Bund hat am Donnerstag beschlossen, drei Kulturprojekte mit hohen Fördersummen zu unterstützen. Zusätzlich soll eine neue Stiftung
Mitteldeutscher Schlösser und Gärten entstehen.

Kulturhistorisches Museum in Magdeburg.
Im Kulturhistorischen Museum soll es 2019 eine Sonderausstellung geben. Bildrechte: IMAGO

Der Bund unterstützt drei Kulturprojekte in Sachsen-Anhalt mit Extra-Geld. Wie MDR SACHSEN-ANHALT von der SPD-Bundestagsabgeordneten Katrin Budde erfuhr, hat das der Haushaltsausschuss beschlossen.

Folgende Projekte erhalten Förderung:

  • Die Sonderausstellung "Magdeburger Recht" im Kulturhistorischen Museum in Magdeburg wird mit 500.000 Euro unterstützt. Das Magdeburger Recht ist eine Form des Stadtrechts, das seinen Ursprung in der Stadt Magdeburg hat und von dort aus erheblichen Einfluss auf die Stadtrechte in Deutschland, Ostmitteleuropa und Osteuropa entfaltete. Das Magdeburger Recht sei identitätsstiftend für freiheitliche Kommunen, so Budde. Es sei nicht nur von nationaler Bedeutung, sondern verbinde als gemeinsame Rechtsstruktur Europa. Die Ausstellung soll im September 2019 eröffnen.

  • Das Festspiel der Deutschen Sprache in Bad Lauchstädt erhält in den nächsten vier Jahren jeweils 150.000 Euro. Damit stellt der Bund bis 2022 insgesamt 600.000 Euro bereit. Das Anliegen des Festspiels ist es, die Muttersprache in ihrer Vielfalt und Schönheit zu zeigen und zu erhalten. Wie Budde begründet, nimmt das Festspiel der Deutschen Sprache inzwischen einen wichtigen Platz innerhalb einer seit Jahren anhaltenden Debatte über die Veränderungen der deutschen Sprache ein. Bisher nur durch Sponsorengelder finanziert, habe das Festspiel inzwischen nationale Strahlkraft und Bedeutung.

  • Das Internationale Jazzfestival im Kloster Jerichow bekommt 150.000 Euro aus dem Bundeshaushalt. Das dreitägige Jazzfestival verbindet europäische Geschichte, mittelalterliche Architektur, zeitgenössische Kunst und internationale Jazz-Musik miteinander. Als kulturelles Highlight mit international berühmten und ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstlern werde das Festival weit über die Region und das Bundesland ausstrahlen, führt Budde aus. Durch die Bundesförderung könne das Festival in der geplanten Form stattfinden.

Neue Stiftung für Schlösser und Gärten

Sachsen-Anhalt und Thüringen haben die Gründung der "Stiftung Mitteldeutsche Schlösser und Gärten" vorgeschlagen. Diese sollen dann von einem Sonderinvestitionsprogramm profitieren. Der Haushaltsausschuss des Bundestages beschloss nun, dass sich der Bund gemeinsam mit den beiden Ländern an dem Programm beteiligt.

Vom kommenden Jahr an werden dafür insgesamt 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Sachsen-Anhalt und Thüringen stellen jeweils 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 08. November 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2018, 21:31 Uhr