Fernsehturm Dresden
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Bald wieder Kaffee in luftiger Höhe Bund gibt Geld für Dresdner Fernsehturm

Das höchste Wahrzeichen Dresdens soll wieder öffentlich zugänglich sein. Der Bund unterstützt eine Wiederöffnung des Fernsehturms mit 12,8 Millionen Euro. Doch auch Sachsen und Dresden müssen dafür Geld beisteuern.

Fernsehturm Dresden
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Dresden bekommt vom Bund 12,8 Millionen Euro für Baumaßnahmen am Fernsehturm. Das beschloss der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am Donnerstag. Die Mittel werden im Rahmen der Denkmalförderung bereitgestellt. Ziel ist die Wiedereröffnung der Publikumsbereiche des 252 Meter hohen Turms im Stadtteil Dresden-Wachwitz. Dazu zählen eine Aussichtsplattform und ein Café in knapp 150 Meter Höhe.

Jurk: Herzenswunsch vieler Bürger erfüllt

Thomas Jurk, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Sachsen
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Die Stadt Dresden und der Freistaat Sachsen müssen gemeinsam noch einmal dieselbe Summe für die notwendigen Baumaßnahmen beisteuern, wie der sächsische Bundestagsabgeordnete Thomas Jurk betonte. Der SPD-Politiker sitzt selbst im Haushaltsausschuss und hatte dort den Antrag auf Fördermittel für den von 1964 bis 1969 erbauten Dresdner Fernsehturm eingebracht. Entsprechend groß war seine Freude über die Zustimmung des Ausschusses. Seit Jahren herrsche in Dresden und der ganzen Region der große Wunsch nach einem wieder öffentlich zugänglichen Fernsehturm. Es sei wichtig, dass die Politik dann auch solchen Wünschen entspreche, erklärte Jurk.

Endlich: Die Sendepause für Besucher auf dem Dresdner Fernsehturm wird bald vorbei sein.

Thomas Jurk Bundestagsabgeordneter der SPD Sachsen

Alles freut sich

Auch in der sächsischen Landesregierung und der Dresdner Stadtspitze herrscht Begeisterung. Ministerpräsident Michael Kretschmer dankte Jurk für dessen Engagement und sagte die Unterstützung des Freistaats für das Projekt zu. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert verwies darauf, dass bereits eine Machbarkeitsstudie und ein Betreiberkonzept vorlägen. Auch der Geschäftsführer der "Deutsche Funkturm GmbH", Bruno Jacobfeuerborn, sagte die Unterstützung seines Unternehmens zu. Der Telekomtochter gehört der Dresdner Fernsehturm. Bisher hatte sie eine Wiedereröffnung des 1991 geschlossenen Turms abgelehnt und auf die hohen Kosten dafür verwiesen.

Es gibt noch viel zu tun

Dresdner Fernsehturm
Wegen seiner Form wird der Dresdner Fernsehturm oft mit einem Sektkelch verglichen. Bildrechte: MDR/Karsten Wolf

Tatsächlich gibt es noch eine Menge zu tun, bis wieder Besucher auf Dresdens höchster Aussichtsplattform auf 148 Meter Höhe den Blick über die Stadt und das Elbtal genießen können. So muss unter anderem das Turmcafé brandschutztechnisch saniert werden. Auch um den Einbau neuer Aufzüge im Turm führt kein Weg herum. Und Parkmöglichkeiten für die wahrscheinlich zahlreichen zu erwartenden Besucher fehlen. Ein langfristiger Betreiber wird ebenfalls noch gesucht. Für all das müssen Kostenpläne erstellt, Ausschreibungen vorgenommen, Fördermittelanträge gestellt werden. Damit wird sich die Steuerungsgruppe "Fernsehturm" bei ihrem nächsten Treffen beschäftigen. Mitglieder sind neben dem Oberbürgermeister und dem Fernsehturmverein auch die Deutsche Funkturm, die Dresdner Stadtratsfraktionen und Verwaltungsmitarbeiter. Einen konkreten Termin für die Wiedereröffnung des Dresdner Wahrzeichens gibt es noch nicht.

Quelle: MDR/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.11.2018 | ab 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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Zuletzt aktualisiert: 09. November 2018, 07:33 Uhr

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