Rathaus Halle
Wer regiert künftig im Halleschen Rathaus? Bildrechte: IMAGO

Wiegand, Lange und Co. Oberbürgermeisterwahl in Halle: So wollen die Kandidaten überzeugen

Zwei Monate vor der Oberbürgermeisterwahl in Halle haben die Kandidaten ihre Programme vorgestellt. Amtsinhaber Bernd Wiegand wirbt für ein "Weiter so". Seine Konkurrenten wollen genau das verhindern.

Rathaus Halle
Wer regiert künftig im Halleschen Rathaus? Bildrechte: IMAGO

Mitte Oktober wird in Halle ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Am Dienstag hat Amtsinhaber Bernd Wiegand (parteilos) sein Programm vorgestellt. Wiegand setzt auf Kontinuität. Zudem genießt der Klimaschutz bei Wiegand künftig Priorität.

Der OB sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Wir wissen genau, dass Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft sehr wichtig für die Stadt sind. Das trägt uns auch in den nächsten Jahren. Gleichwohl ist es wichtig, dass wir den Klimaschutz auf kommunaler Ebene optimieren und verbessern. Hier muss ein angemessenes Gleichgewicht hergestellt werden. In meinem Wahlprogramm sind viele konkrete Klimaschutzmaßnahmen benannt, die wir kommunal umsetzen wollen."

Konkurrenten von Wiegand

Neben Wiegand bewerben sich bislang sechs weitere Kandidaten um das Amt des Oberbürgermeisters. Die Linke schickt den Landtagsabgeordneten Hendrik Lange ins Rennen. Lange, der zugleich Vorsitzender des Stadtrates in Halle ist, wird zudem von SPD und Grünen unterstützt. Mit ihm solle es ein "Weiter so" nicht geben, kündigt Lange bei der Vorstellung seines Programms am Montag an. Im Stadtrat und der Verwaltung strebt er einen respektvolleren Umgangston an. Auch eine soziale Entwicklung der Stadt steht in seinem Wahlprogramm weit oben auf der Liste.

Oberbürgermeisterkandidaten für Halle

Bernd Wiegand
Bernd Wiegand (parteilos) möchte gerne Oberbürgermeister bleiben. Bildrechte: dpa
Bernd Wiegand
Bernd Wiegand (parteilos) möchte gerne Oberbürgermeister bleiben. Bildrechte: dpa
Hendrik Lange, Die Linke
Hendrik Lange ist der Gemeinschaftskandidat von Linken, Grünen und SPD. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Andreas Silbersack, Präsident des Landessportbundes Sachsen-Anhalt (LSB
Andreas Silbersack tritt für FDP und CDU an.

Anmerkung: Die Galerie wird in den folgenden Tagen ergänzt.
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Für die FDP bewirbt sich Andreas Silbersack und bekommt dafür Unterstützung von der CDU. Der Jurist ist vor allem als Präsident des Landessportbundes bekannt. Für Silbersack steht die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt ganz oben auf der Agenda. Dabei stört ihn besonders, dass Magdeburg bei vergleichbarer Einwohnerzahl nahezu doppelt so viel Geld aus Gewerbesteuern einnimmt. Das will Silbersack ändern. Zudem moniert er, dass Halle bei Armuts- und Kriminalitätsstatistiken traurige Spitzenplätze einnehme  – und will hier ansetzen.

Insgesamt sieben Bewerber

Neben den Genannten bewerben sich auch Falko Kadzimirsz (Freie Wähler) und der parteilose Daniel Schrader. Die Partei "Die Partei" hat gleich zwei Kandidaten gemeldet – Dörte Jacobi und Martin Bochmann. Ob tatsächlich beide antreten können, muss aber offenbar noch geklärt werden. Weitere Bewerbungen sind noch bis zum 17. September möglich. Potenzielle Kandidaten müssen mindestens 21 Jahre alt sein und dürfen das 67. Lebensjahr am Wahltag noch nicht vollendet haben.

Die Oberbürgermeisterwahl findet am 13. Oktober statt. Sollte da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichen, findet zwei Wochen später eine Stichwahl statt. Wahlberechtigt sind etwa 192.000 Hallenserinnen und Hallenser ab 16 Jahren.

Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 13. August 2019 | 17:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2019, 08:30 Uhr