Peter Fitzek in Wittenberg
Fitzek ist der Reichsbürger-Bewegung zuzuordnen. Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik und ihre Gesetze nicht an (Archivbild). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Selbsternannter "König von Deutschland" Peter Fitzek ist wieder frei

Der selbsternannte "König von Deutschland", Peter Fitzek, ist wieder frei. Ihm ist die Untersuchungshaft angerechnet worden. Fitzek war zu zweieinhalb Jahren Haft wegen Fahrens ohne Führerschein verurteilt worden.

Peter Fitzek in Wittenberg
Fitzek ist der Reichsbürger-Bewegung zuzuordnen. Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik und ihre Gesetze nicht an (Archivbild). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der selbsternannte "König von Deutschland", Peter Fitzek, ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Der Dessauer Staatsanwalt Olaf Braun sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Fitzek sei die Untersuchungshaft angerechnet worden. Deshalb sei er jetzt schon wieder ein freier Mann.

Fitzek hatte seit November in der JVA Halle eine Haftstrafe abgesessen. Der Wittenberger war zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden – wegen Fahrens ohne Führerschein und unbefugten Betreibens eines Versicherungsgeschäfts.

Am Sonnabend hatte die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, dass Bilder veröffentlicht worden seien, die Fitzek in einem Geschäft zeigen.

Darüber hinaus muss sich Peter Fitzek nicht erneut wegen Untreue und unerlaubter Bankgeschäfte vor dem Landgericht Halle verantworten. Das Verfahren sei eingestellt worden, teilten Sprecher des Gerichts und der Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Keine Rechtsbeziehungen mit Deutschland

Fitzek hatte 2012 seinen Führerschein abgegeben und sich einen eigenen als "König" ausgestellt. Vor Gericht begründete er die Aktion damit, dass er als "Peter der Erste" keine Dokumente benötige. Mit der Bundesrepublik Deutschland unterhalte er keine Rechtsbeziehungen. Im selben Jahr hatte Fitzek auf einem ehemaligen Klinikgelände bei Wittenberg sein eigenes Königreich ausgerufen und sich zum Herrscher erklärt.

Fitzek hatte als "König von Deutschland" schon mehrfach Ärger mit der Justiz. So hatte er unter anderem ohne Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eine eigene Bank und mehrere Versicherungen betrieben. Das "Königreich" wurde im Mai 2017 durch Polizeikräfte zwangsgeräumt.

Quelle: MDR/mp

Dieses Thema im Programm MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 13. Februar 2019 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2019, 17:49 Uhr