Neues Album: AC/DC wollen Fans gute Laune während der Corona-Zeit machen

Am Freitag kommt das 17. Studioalbum der australischen Rocklegenden heraus. "Power Up" zeigt die australischen Rocklegenden in alter Stärke. Das liegt vor allem an der Rückkehr von Brian Johnson.

Sänger Brian Johnson und Gitarrist Angus Young bei einem AC/DC-Auftritt bei den Grammys in Los Angeles 2015
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Als AC/DC mit Axl Rose als Sänger getourt sind, gab es leider nicht nur Lob, sondern auch viel Häme. Einige hatten die Band schon abgeschrieben. Nicht zuletzt nach dem Tod von Urmitglied und Rhythmusgitarrist Malcolm Young vor drei Jahren. Auf ihrem mittlerweile 17. Studioalbum findet die Band aber zu alter Stärke zurück. Nicht zuletzt in Form von Sänger Brian Johnson. "Als wir ins Studio gekommen sind, war sofort die Elektrizität da", schwärmte Johnson gegenüber der Deutschen Presseagentur:

Diese Verbindung ist nur durch die vielen gemeinsamen Jahre möglich.

Diese Worte dürften bei Fans für großes Aufatmen sorgen. Der 73-jährige Frontmann konnte eine Zeit lang wegen eines Hörsturzes nicht mehr für AC/DC singen. Seit er 1980 den verstorbenen AC/DC-Sänger Bon Scott ersetzt hatte, galt er mit seiner Reibeisen-Stimme als wichtiges Aushängeschild der Band. Die markante Stimme war auch schon wieder auf der Single "Shot In The Dark" zu hören, die bereits Anfang Oktober veröffentlicht wurde.

Und ähnlich wie das 1980er Album "Back In Black" ein musikalischer Nachruf für Bon Scott war, ist nun "Power Up" Malcolm Young gewidmet. Wer AC/DC kennt, der weiß, dass hier dennoch keine traurigen Balladen zu erwarten sind. Im Gegenteil. Der Albumname ist Programm.

Einige der Songideen hatte Leadgitarrist Angus Young noch wie eh und je mit seinem verstorbenen Bruder Malcolm entwickelt. Angus erinnert sich:

Malcolm meinte, die nehmen wir uns später vor. Aber so, wie sich die Dinge entwickelt haben, hatten wir nie die Chance dazu.

Aufgenommen wurden die Songs dann schließlich stillschweigend zwischen den Jahren 2018 und 2019 in Vancouver. Auch die Langzeitmietlieder Phil Rudd (Schlagzeug) und Cliff Williams (Bass) waren dabei.

Gitarren-Ikone Angus Young hofft, dass die neu gewonnene Energie den Menschen in Zeiten der Coronapandemie etwas Trost spenden kann. "Wir hoffen, dass es für ein paar Stunden allen gute Laune macht", sagte der 65-Jährige. "Und dann spornt es hoffentlich die Medizin an, eine Wunderpille zu entwickeln, mit der wir alle wieder zur Normalität zurückkehren und Rockshows veranstalten können."

Mit Material von dpa.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 10. November 2020 | 20:20 Uhr

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