Erfurt Polizei mit Anti-Terror-Übung zufrieden

Nach einer Anti-Terror-Übung am Erfurter Hauptbahnhof zieht die Polizei ein positives Fazit. Landespolizei, Bundespolizei und Spezialeinheiten hätten gut zusammen gearbeitet, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Jörg Baumbach. An der Übung in der Nacht zum Mittwoch waren mehr als 1.000 Polizisten, Sanitäter und Feuerwehrleute aus Thüringen und anderen Bundesländern beteiligt.

Schüsse, Schreie und viele blutverschmierte Verletzte auf dem Boden. Das Verhalten aller Beteiligten war sehr realistisch, Sanitäter mussten sich mit schreienden Opfern auseinandersetzen. Vorher waren mehrere bewaffnete Terroristen - gespielt von geschulten Polizisten - in den Bahnhof gestürmt, hatten um sich geschossen und Sprengsätze gezündet.

Die Aufgabe der Polizei war es dann, sich einen Überblick zu verschaffen und bestmöglich mit anderen Behörden zu kommunizieren. So zum Beispiel mit dem Thüringer Spezialeinsatzkommando, der Feuerwehr und den Sanitätern. Da gebe es noch Verbesserungspotenzial, sagte Innenminister Georg Maier im Anschluss. Dennoch sei er zufrieden. Die Übung dauerte etwa vier Stunden. Der Züge im Bahnhof rollten weiter - für die Erfurter Straßenbahnen war ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Bilder Anti-Terror-Übung am Erfurter Hauptbahnhof

Das Szenario war bitterernst: Bewaffnete Terroristen zünden im Erfurter Hauptbahnhof Sprengsätze und schießen auf Reisende. Die Gegenwehr übten Mittwochnacht rund 1.000 Sanitäter, Feuerwehrleute und Polizisten.

Anti terror Übung im Hauptbahnhof Erfurt.
Ein Horrorszenario: Bewaffnete Terroristen zünden im Erfurter Hauptbahnhof Sprengsätze und schießen auf Reisende. Damit Polizei, SEK und Sanitäter wissen, was dann schnell zu tun ist, übten alle Gewerke am Erfurter Hauptbahnhof den Ernstfall. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Anti terror Übung im Hauptbahnhof Erfurt.
Ein Horrorszenario: Bewaffnete Terroristen zünden im Erfurter Hauptbahnhof Sprengsätze und schießen auf Reisende. Damit Polizei, SEK und Sanitäter wissen, was dann schnell zu tun ist, übten alle Gewerke am Erfurter Hauptbahnhof den Ernstfall. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Bundes- und Landespolizei üben am Erfurter Hauptbahnhof das Vorgehen gegen einen Terroranschlag. Maskierter Polizist in Zivilkleidung mit Maschinenpistole in verrauchter Eingangshalle.
Ein maskierter Polizist in Tarnkleidung agierte als "Terrorist" in der verrauchten Eingangshalle des Erfurter Bahnhofs. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Bundes- und Landespolizei üben am Erfurter Hauptbahnhof das Vorgehen gegen einen Terroranschlag. Mann mit Kamera filmt Sanitäter bei der medizinischen Betreuung
Die Übung diente auch der Eigenkontrolle. Deshalb machten die Helfer Videos voneinander. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Bewaffnete Polizisten
Ein Spezialeinsatzkommando der Bundespolizei rückte an. Bildrechte: MDR/Robert Müller
Anti terror Übung im Hauptbahnhof Erfurt.
Die GSG 9 rückte mit Nachtsichtgeräten an. Denn ob im Ernstfall im Gebäude vielleicht das Licht erlischt, kann niemand vorhersagen. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Bundes- und Landespolizei üben am Erfurter Hauptbahnhof das Vorgehen gegen einen Terroranschlag.
Wo sonst Brot und Brötchen verkauft werden, haben vier Polizisten einen "Attentäter" zu Boden gebracht. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Bundes- und Landespolizei üben am Erfurter Hauptbahnhof das Vorgehen gegen einen Terroranschlag. Auch die Kommunikation zwischen Polizei und Feuerwehr wurde geübt.
Polizei und Feuerwehr probten unter Realbedingungen ihre Kommunikationsabläufe. Wer darf wann ins Gebäude? Sind die Täter schon gefasst? Besteht möglicherweise noch Gefahr für die Rettungskräfte? Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Anti terror Übung im Hauptbahnhof Erfurt.
Feuerwehr und Rettungssanitäter waren auf das Schlimmste vorbereitet. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Anti terror Übung im Hauptbahnhof Erfurt.
250 Polizeischüler spielten die "Verletzten". Sie werden aus dem Gebäude geführt. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Sanitäter kümmern sich um Verletzte.
Die "Verletzten" wurden von Sanitätssoldaten der Bundeswehr betreut. Bildrechte: MDR/Robert Müller
Anti terror Übung im Hauptbahnhof Erfurt.
Damit die Wunden so echt wie möglich aussahen, wurden die Polizeischüler geschminkt. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Anti terror Übung im Hauptbahnhof Erfurt.
Die Sanitäter sollten ein möglichst realistisches Bild einer Nagelbomben-Explosion vorfinden. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Bundes- und Landespolizei üben am Erfurter Hauptbahnhof das Vorgehen gegen einen Terroranschlag. 250 Polizeischüler spielten die Verletzten und wurden von Sanitätssoldaten der Bundeswehr so realitätsnah wie möglich betreut.
Da die simulierte Explosion sehr laut war, trugen die Polizeischüler zum Schutz Ohrenstöpsel. Bildrechte: MDR/Robert Müller
Bundes- und Landespolizei üben am Erfurter Hauptbahnhof das Vorgehen gegen einen Terroranschlag. Innenminister Georg Maier war auch vor Ort.
Auch Innenminister Georg Maier (SPD) war vor Ort und mit dem Übungsverlauf zufrieden. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel
Die mobile Einsatzzentrale der Polizei hatte alles im Blick.
Die mobile Einsatzzentrale der Polizei hatte alles im Blick. Bildrechte: MDR/Robert Müller
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Dieses Thema im Programm MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. Mai 2019 | 06:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN Nachrichten | 15. Mai 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2019, 20:15 Uhr

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