Eine Auszubildende in einem Metallbetrieb
Bildrechte: imago/Westend61

So kannst du deinem Kind bei der Berufswahl helfen

20.02.2019 | 10:00 Uhr

So langsam wird es für Schulabgänger Zeit, sich um Bewerbungen zu kümmern. Sich für einen Beruf zu entscheiden, ist aber nicht immer leicht.

Eine Auszubildende in einem Metallbetrieb
Bildrechte: imago/Westend61

Die Berufswahl ist keine einfache Wahl. Denn bestenfalls ist es eine Entscheidung fürs Leben. Zum Glück gibt es eine ganze Reihe von Angeboten, die Schulabgänger bei der Suche nach dem passenden Beruf unterstützen. Und auch Eltern können eine ganze Menge tun, um zu helfen. Wichtig ist aber vor allem, sich rechtzeitig klar zu werden, welcher Beruf es werden soll. Denn die Bewerbungszeiträume fangen meistens zum Halbjahreszeugnis an.

Aber auch, wer noch ein bisschen Zeit bis zum Schulabschluss hat, sollte sich schon Gedanken machen. Lydia Schöller von der Arbeitsagentur Erfurt empfiehlt, sich mindestens ein Jahr vorher Gedanken zu machen.

Einen passenden Beruf zu finden geht nicht von heute auf morgen. Das ist auch ein bisschen Zeit und Arbeit.

Lydia Schöller schlägt drei Schritte vor:

1. Schritt: Stärken

Am Anfang sollte immer die Frage nach den Stärken stehen, erklärt Lydia Schöller weiter.

Also was sind meine Fähigkeiten, was kann ich gut? Aber auch: was möchte ich mal in meinem späteren Leben?

Weil diese Fragen nicht immer einfach zu beantworten sind, rät Schöller, sich Hilfe zu holen. Gespräche mit den Eltern, oder einem Berufsberater können da Klarheit schaffen.

2. Schritt: Praktische Erfahrung

Kein Berufsberater kann ein Praktikum oder einen Schnuppertag in einem Betrieb ersetzen. Deshalb rät Lydia Schöller, sich so viel wie möglich in der Praxis anzusehen, unterschiedliche Dinge auszuprobieren und Eindrücke zu sammeln. So werden auch keine falschen Erwartungen geweckt, die in der Ausbildung dann enttäuscht werden könnten.

Wir sind für alle Dinge, bei denen junge Menschen mal in die Berufswelt hineinschnuppern können, Berufe kennenlernen können, sich selbst ausprobieren können. Das ist unheimlich wichtig für die Berufswahl.

3. Schritt: Die Entscheidung

Am Ende dieses Prozesses steht dann, sich tatsächlich für einen Beruf zu entscheiden und Bewerbungen zu schreiben.

Gerade beim ersten Schritt sind die Eltern besonders wichtig, weil sie ihre Kinder einfach gut kennen, sagt Schöller. Aber auch im weiteren Verlauf dieses Prozesses können Eltern ihren Kindern zur Seite stehen, in dem sie zum Beispiel bei den Bewerbungen helfen, mit ihnen zu Messen fahren oder bei der Suche nach einem Praktikum helfen. Besonders wichtig ist es für Eltern aber auch, die Erfahrungen, die das Kind gemacht hat auszuwerten.

Neben den Eltern hilft auch die Agentur für Arbeit bei der Berufsfindung. Die Agenturen schicken nicht nur Berufsberater in die Schulen, sondern helfen auch individuell bei der Suche nach dem passenden Beruf, nach Ausbildungsstellen in der Region und selbst beim Bewerbungsprozess. Außerdem gibt's auf der Webseite einen Test, mit dem man rausfinden kann, welcher Beruf möglicherweise zu einem passt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP - Die Feierabendshow | 20. Februar 2019 | 17:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2019, 09:48 Uhr

Aktuelle Themen von MDR JUMP