Öffnen die Friseure in Sachsen ab Februar wieder?

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hält eine Öffnung von Friseuren im Februar wieder für möglich. Das hat er im Interview mit dem Nachrichtensender „Welt“ mitgeteilt.

Friseure mit Masken und Visieren
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Kretschmer hat sich bei mehreren Dienstleistern, die derzeit ihre Arbeit nicht ausüben dürfen, für Lockerungen ausgesprochen:

Aus meiner Sicht muss es mit den körpernahen Dienstleistungen, den Friseuren, den Kosmetikern auch im Februar wieder weitergehen.

Dazu brauche es aber mehrere Gespräche miteinander, um die Rahmenbedingungen abzustecken.

FFP2-Schutzmasken bei Friseur denkbar

Michael Kretschmer, MP Sachsen
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Kretschmer sagte, dass er sich auch bei den Friseuren vorstellen kann, dass FFP2-Masken zum Einsatz kommen. Vorher müsse aber analysiert werden, ob so eine Maßnahme umsetzbar sei. Dabei bezog er sich auf die Kosten und die Verfügbarkeit der FFP2-Masken. Ob dann der Kunde die Kosten der Maske tragen soll, oder der Friseur, ließ er offen.

Keine Öffnungspläne in Thüringen und Sachsen-Anhalt

Das Thüringer Gesundheitsministerium hat ähnliches Gedanken wie in Sachen nicht bestätigt. Eine Sprecherin sagte MDR JUMP, Thüringen sei unter den Bundesländern mit den höchsten Inzidenzen. Es gelte daher, das weitere Infektionsgeschehen abzuwarten. Ähnlich sah auch die Antwort aus Sachsen-Anhalt aus. Das Sozialministerium teilte MDR JUMP mit, dass derzeit noch keine Festlegungen zur Nachfolgeverordnung ab Februar erfolgt seien.

Vorerst keine allgemeine FFP2-Maskenpflicht

Einer Pflicht in Bussen, Bahnen und Supermärkten hat Kretschmer wiederum vorerst eine Absage erteilt. Sozialministerin Köpping hatte zuvor noch gesagt, dass so eine Maßnahme überdacht werde.

Sachsens Landeschef Kretschmer schließt eine solche Pflicht in Zukunft aber offenbar nicht gänzlich aus:

Wenn wir genügend FFP2-Masken im Land haben, die auch für jeden zum vernünftigen Kosten erschwinglich kaufbar sind, kann man über sowas reden. Ich sehe das derzeit noch nicht.

Auch Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich bereits gegen eine allgemeine Tragepflicht von FFP2-Masken ausgesprochen.

Entwicklung stets von Infektionslage abhängig

Der sächsische Ministerpräsident spricht sich aber allgemein dagegen aus, künftige Lockerungen, wie die Öffnung von Friseuren festzuschreiben. Er sagte, solche Entscheidungen müssten immer von den Zahlen abhängig gemacht werden.

Alles hängt davon ab, wie das Infektionsgeschehen sich entwickelt.

Entsprechend lehnte er es ab, eine Prognose zum weiteren Verlauf des Lockdowns zu geben.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 13. Januar 2021 | 15:27 Uhr

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