Alles, was du über den Netflix-Hit "Dark" wissen musst

"Dark" gehört zu den erfolgreichsten internationalen Serien auf Netflix. Und das, obwohl sie aus Deutschland kommt und ziemlich düster und verworren ist. Wir haben das Wichtigste zusammengefasst - ohne Spoiler.

Louis Hofmann in Dark (2017)
Bildrechte: imago images / Cinema Publishers Collection

Dark ist eine der Hype-Serien auf Netflix. Anfänglich war die Serie noch als deutsches Stranger Things verschrien. Mittlerweile gilt sie auf Portalen wie ImdB und RottenTomatoes als eine der besten und beliebtesten Serien der Welt.

Worum gehts überhaupt?

Dark erzählt die Geschichte von vier Familien in der fiktiven Kleinstadt Winden. Im Zentrum steht Jonas, ein Teenager, verliebt bis über beide Ohren in Martha. Die ist aber gleichzeitig die Freundin seines besten Freundes. Als würde das nicht reichen, gerät Jonas Leben ganz aus den Fugen, als sich sein Vater umbringt und Marthas kleiner Bruder Mikkel verschwindet. Jonas entdeckt in einer Höhle im Wald ein Portal in das Jahr 1986. Natürlich will Jonas den Tod seines Vaters verhindern und herausfinden, was mit dem verschwundenen Mikkel passiert ist. Doch das ist einfacher gesagt, als getan.

Warum Dark so gut ist

Dark ist ziemlich kompromisslos, wenn es um seine verworrene Erzählung geht. Wer die Serie schaut, muss den Überblick erst über drei, später sogar über fünf Zeitebenen und mehrere Parralleluniversen behalten. Dazu kommen tiefe philosophische Fragen, die die Serie behandelt. Die wichtigste: Kann man als Zeitreisender die Vergangenheit ändern, oder ist alles sowieso schon passiert, weil man sonst ja gar nicht erst in die Vergangenheit gereist wäre?

Trotzdem gibt's drumherum auch genug zwischenmenschliches Drama. Affären fliegen auf, genauso wie geheime Identitäten, Menschen verlieben sich, hassen sich, finden heraus, wer ihre Eltern sind. Bei all der Komplexität ist in Dark immer noch Zeit und Platz für große Gefühle.

Lohnt es sich, jetzt noch anzufangen?

Am vergangenen Wochenende startete die dritte und letzte Staffel der Serie. Jetzt noch anzufangen lohnt sich auf jeden Fall. Keine der drei Staffeln hat mehr als zehn Folgen und die Atmosphäre und die temporeiche Erzählung ziehen einen sofort in die Welt von Dark. Die Serie ist perfektes Binge Watching-Material.

Wenn deine Freunde die ersten beiden Staffeln schon gesehen haben, ist das nicht schlimm. Wahrscheinlich müssen sie die ersten Staffeln sowieso nochmal anschauen, um sich die ganzen Handlungsstränge wieder in Erinnerung zu rufen. Denn Dark lebt von seinem außerordentlich komplizierten Beziehungsgeflecht. Manche Figuren tauchen mehrfach auf: In jung, alt und ganz alt, zum Beispiel. Und weil es ja um Zeitreise geht, bleiben die nicht unbedingt in den Jahren, in die sie eigentlich gehören. Dark ist also nicht nur eine irre spannende Serie, sondern auch gutes Gehirnjogging.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 29. Juni 2020 | 21:50 Uhr

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