Schild mit der Aufschrift "Fähre außer Betrieb"
"Fähre außer Betrieb" heißt es für mehrere Fähren in Sachsen-Anhalt: In Wittenberg liegt der Elbe-Pegel aktuell bei mehr als 4,20 Meter – gut anderthalb Meter mehr als normal.  Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

Fragen und Antworten Hochwasser an der Elbe: Fünf Fähren fahren nicht

In den vergangenen Tagen hat es viel geregnet und das zeigt sich auch am Pegelstand der Elbe – teilweise gibt es Hochwasser. Deshalb fahren mehrere Elbfähren nicht mehr. Der Pegel bei Wittenberg liegt beispielsweise gut anderthalb Meter über normal.

Schild mit der Aufschrift "Fähre außer Betrieb"
"Fähre außer Betrieb" heißt es für mehrere Fähren in Sachsen-Anhalt: In Wittenberg liegt der Elbe-Pegel aktuell bei mehr als 4,20 Meter – gut anderthalb Meter mehr als normal.  Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

Zu viel Wasser, zu viel Wind – in Sachsen-Anhalt fahren manche Elbfähren nicht mehr. MDR SACHSEN-ANHALT hat eine Übersicht zusammengestellt:

Welche Fähren können momentan nicht mehr ablegen?

Wegen Hochwassers außer Betrieb sind:

  • Elbfähre Breitenhagen

  • Elbfähre Coswig (Anhalt)

  • Elbfähre Prettin

  • Elbfähre Pretzsch (war ursprünglich wegen des Sturms außer Betrieb)

Wegen Winterpause außer Betrieb (Winterpause bis 25.3.2019):

  • Elbfähre Arneburg

Die Informationen stammen vom MDR Verkehrszentrum mit Stand 19. März 2019, 10 Uhr.

Die Elbfähre Barby fährt nach eigenen Angaben noch, wird aber voraussichtlich ab Mittwoch den Betrieb einstellen.

Woher weiß ich, ob meine Fähre wirklich nicht fährt?

Wenn man auf Nummer sicher gehen will, ruft man bei der Fährgesellschaft direkt an – doch am Montag ging zum Beispiel bei den Fähren in Prettin und Pretzsch immer nur die Mailbox an. Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung in Bad Schmiedeberg hieß es, dass es doch ganz klar sei: Wenn die Mailbox anspringt, fährt die Fähre nicht. Aktuelle Informationen gibt es auch beim MDR Verkehrszentrum:

Elbfähre auf dem Wasser
Vergangenes Jahr waren viele Fähren in Sachsen-Anhalt wegen des Niedrigwassers außer Betrieb – nun hat der Regen der vergangenen Tage den Spieß umgedreht (Archivbild Elbfähre). Bildrechte: Sabine Schumann

Wie schlimm trifft das Hochwasser die Fähren?

Es gibt es noch kein einheitliches Bild. Die Coswiger Fähre bleibt erst einmal an Land, hier ist der kritische Pegel von vier Metern überschritten. Fährmann Albert Hiller sagte MDR SACHSEN-ANHALT, ab dann stelle der hohe Elbe-Pegel ein Sicherheitsrisiko dar – dazu komme der starke Wind. Hiller rechnet damit, dass es in Coswig in dieser Woche keinen Fährbetrieb mehr geben wird.

Viele Fähren an der Elbe setzen aber noch über – ob in Sandau, Elster, Barby, Grieben oder Werben. In Werben sagte Fährmann Uwe Ritter: "Wir haben noch gut einen Meter Luft, einige Tage werden wir mindestens noch durchhalten."

Wie sind die Prognosen, wird sich der Pegelstand der Elbe weiter erhöhen?

In den kommenden Tagen wird es deutlich aufwärts gehen, das sieht man beispielsweise am Pegel Schöna in Sachsen. Dort gab es an den vergangenen drei Tagen Zuwächse um elf, 29 und 36 Zentimeter. Diese zusätzlichen Wassermengen der Elbe werden auch in Sachsen-Anhalt eintreffen. Sie erreichen zunächst die Region um Wittenberg, dann Dessau, Magdeburg und Tangermünde. Es könnte also überall dazu kommen, dass Fähren pausieren müssen.

Quelle: MDR/lk

Dieses Thema im Programm MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 19. März 2019 | 07:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. März 2019, 12:08 Uhr

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