Müssen Kinder für ihr Taschengeld etwas leisten?

Sollte jedes Kind Taschengeld bekommen? Wenn ja, wie viel? Und sollte Taschengeld an Leistungen geknüpft sein? Diese Fragen klären wir in der neuen Folge von unserem "Elternabend".

Elternabend: Taschengeld Banner
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Ob ihr euren Kindern Taschengeld gebt und wie hoch dieses Taschengeld ist, ist allein eure Entscheidung, denn es gibt dazu keine gesetzlichen Regelungen. Die Unterschiede in Deutschland sind hoch. Viele Kinder bekommen keinen Cent, andere dagegen ein vergleichsmäßig hohes Taschengeld.

Beim Elternabend beantworten wir Fragen, die Familien beschäftigen: In der dritten Folge spricht MDR JUMP-Moderatorin Bernadette Hirschfelder mit Familiencoach Claudia Neumann darüber, warum Taschengeld wichtig ist.

Taschengeld muss sein

Für Claudia Neumann steht fest: Jedes Kind sollte Taschengeld bekommen.

Geld spielt in unserem Leben eine zentrale Rolle. Und der richtige Umgang damit ist von großer Bedeutung, um sich in dieser Welt zurechtzufinden. Der verantwortungsvolle Umgang mit Geld wird mit dem Taschengeld erlernt und trainiert.

Kinder sollten schon früh ihre Erfahrungen mit Geld machen. Es gibt keine goldene Regel dafür, wie hoch das Taschengeld bei einem 4- oder 5-jährigem Kind sein sollte, sagt Neumann. Das Deutsche Jugendinstitut hat jedoch festgelegt, wie hoch das Taschengeld für das jeweilige Alter ungefähr sein sollte. Demnach sollten unter 6-Jährige zwischen 50 Cent und einem Euro pro Tag bekommen. Bei 11-Jährigen gibt es dann zum Beispiel schon zwischen 21 und 23,50 Euro im Monat.

Bis zum Alter von 9 Jahren sollte Taschengeld auf jeden Fall wöchentlich ausgezahlt werden. Bis zum zehnten Lebensjahr besitzen Kinder noch gar nicht die Fähigkeit so vorausplanend ihr Geld einteilen zu können.

Taschengeld nur gegen Leistung?

Viele Eltern erwarten von ihren Kindern aber auch, dass sie für ihr Geld auch mal etwas im Haushalt tun oder gute Noten schreiben. Auch unsere Elternabend-Familien sehen das unterschiedlich: Friedrike hat zwei Kinder und findet, dass das Taschengeld aber eher wie ein bedingungsloses Grundeinkommen sein sollte. Das Geld gibt es für ihre Kids also ganz ohne Gegenleistung. Für Michael, der sechs Kinder hat, steht hingegen fest: Wer Leistung bringt, der kriegt auch was.

Vor allem für die Teenager gibt es dann auch mal mehr Geld, wenn sie uns über das normale Maß hinaus helfen.

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Zu jeder wöchentlich erscheinenden Podcast-Folge gibt es auch ein passendes Youtube-Video, moderiert von Bernadette Hirschfelder und Elmar Emig. Die beiden schauen sich in dieser Folge das Thema "Taschengeld" mal ganz genau an und begleiten dazu Familien aus dem Sendegebiet.

MDR JUMP-Moderatorin Bernadette redet in der dritten Podcast-Folge mit Familiencoach Claudia Neumann darüber, ob und wie viel Taschengeld Kinder bekommen sollten. Hier könnt ihr den Podcast direkt abonnieren, um keine Folge zu verpassen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Bei der Arbeit | 13. Oktober 2021 | 11:20 Uhr