Elterntaxis behindern Feuerwehrarbeit

Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, machen im südlichen Sachsen-Anhalt der Feuerwehr das Leben bzw. den lebensrettenden Einsatz schwer.

Auf einem Fahrzeug der Bereitschaftsfeuerwehr in Bamberg ist der Schriftzug 'Feuerwehr 112' angebracht.
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Die coronabedingte Schließung der Schulen ist vorbei, damit ist in Großkorbetha, einem Ortsteil von Weißenfels im Burgenlandkreis, ein umstrittenes Problem wieder da: Eltern parken die Ausfahrt der Freiwilligen Feuerwehr zu, wenn sie ihre Kinder in die benachbarte Schule bringen bzw. von dort abholen. Einer der Feuerwehrmänner hat in den vergangenen Tagen nochmals auf das Problem aufmerksam gemacht.

Feuerwehr kann nichts tun

Die Feuerwehr zeigte sich im MDR JUMP-Gespräch hilflos. Ein Sprecher sagte: Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Die Elterntaxis stehen nicht nur in der Einfahrt, sondern sogar auf dem Vorder- und Hinterhof der Freiwilligen Feuerwehr.

Sprecher Freiwillige Feuerwehr Großkorbetha

Wenn es zu einem Einsatz kommt, wird es wirklich schwierig, so der Sprecher weiter. Man habe schon versucht, mit Probealarm auf die Situation aufmerksam zu machen, allerdings ohne Erfolg.

Stadt kennt das Problem

Dem Ordnungsamt in Weißenfels ist die Problematik bekannt. Es gibt schon seit einiger Zeit Beschwerden über die Parksituation, teilte eine Sprecherin auf MDR JUMP-Anfrage mit. Eine Lösung wäre die Schaffung geeigneter Parkflächen, was jedoch aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich ist, heißt es in einem Statement.

Lösung nicht in Sicht

Auf gut Deutsch: Die Freiwillige Feuerwehr muss sich mit der Situation abfinden. Es gibt tatsächlich keine Lösung. Dem Ordnungsamt bleibt nur, regelmäßig zu kontrollieren und den Eltern Verwarnungen zu erteilen. Das Freie Gymnasium Großkorbetha sei ebenfalls bemüht, auf die Eltern einzuwirken.

Vor Feuerwehrzufahrten gilt ein absolutes Halteverbot. Das ist nötig, da es bei Einsätzen der Feuerwehr häufig um Minuten geht. Darin inbegriffen ist natürlich auch ein Parkverbot. Verstöße können mit bis zu 100 Euro plus einem Punkt in Flensburg geahndet werden.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 01. Juli 2020 | 14:00 Uhr

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