Mitteldeutsche Fußballclubs – So viele Fans dürfen zurück in die Stadien

Keiner hat Bock auf Geisterspiele. Die Fußballclubs unserer Region bereiten sich deswegen zumindest auf eine teilweise Rückkehr der Fans vor. Hier die Übersicht zum aktuellen Stand in Liga eins bis drei.

Red Bull-Arena in Leipzig ohne Fans
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Oliver Mintzlaff
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Alle, so drückt es Oliver Mintzlaff aus, sehnen sich nach Normalität zurück. Und im Fußball bedeute dies eben, dass Zuschauer ins Stadion können, so der Geschäftsführer von Bundesligist und Champions-League-Halbfinalist RB Leipzig. Und genau das will der Verein zum ersten Bundesliga-Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am 20. September für rund 8500 glückliche Fans nun auch tatsächlich möglich machen.

Grundlage ist ein Hygienekonzept, dass der Verein mit dem Gesundheitsamt der Stadt Leipzig abgestimmt hat. Wichtigster Punkt: Die Zuschauer- und Hospitality-Bereiche der Red Bull Arena werden nur zu etwa 20 Prozent ausgelastet. Vergeben werden die Karten über eine Lotterie. Und die wiederum wird unter Inhaber einer Dauerkarte „Bundesliga Plus" der Saison 2020/21 durchgeführt. Allerdings werden die Tickets nur an Besucher ausgestellt, die ihre Wohnortadresse in Sachsen haben. Ausschlaggebend ist dabei die Rechnungsadresse der Dauerkarten-Buchung.

Stadion-Regeln bei RB-Leipzig

Dazu kommen weitere Regeln, so wird im Stadion Maskenpflicht herrschen. Vergeben werden nur Sitzplätze. Alkohol gibt es keinen. Gästefans sind nicht zugelassen. Lob für das Konzept gab es von der Deutschen Fußball Liga (DFL). „Gut und besonnen“ seien die Pläne aus Leipzig, so DFL-Präsident Christian Seifert.

Wer keine Tickets bei der Lotterie gewinnt, der hat Pech – könnte man denken. Doch MDR JUMP hat da noch was vorbereitet: Du kannst nämlich Karten für das Spiel von RB gegen Mainz bei uns gewinnen. Los geht’s am kommenden Montag, den 14.09., in der MDR JUMP Morningshow. Bis Mittwoch werden wir insgesamt fünf mal vier Tickets verlosen. Mit diesen Eintrittskarten dürfen dann vier Leute zusammen ins Stadion, Familien oder Freundeskreise. Wichtig ist: Nur Fans mit Wohnort in Sachsen dürfen an dem Spiel teilnehmen. Und es gelten auch für die Gewinner die Schutzmaßnahmen, die alle Zuschauer in der Arena einhalten müssen.

Leipzig ist zwar vorgeprescht, aber mittlerweile haben auch die anderen Top-Clubs im mitteldeutschen Fußballgeschäft eigene Pläne für eine zumindest begrenzte Rückkehr von Fans ins Stadion. So will Erzgebirge Aue beim Zweitliga-Heimstart gegen Greuther Fürth am 25 September 4411 Anhängern den Besuch im Erzgebirgsstadion ermöglichen. Vorrang sollen Abokartenbesitzer haben, weitere Karten sollen dann an Vereinsmitglieder gehen. Masken sollen im Stadion bis zum Erreichen des jeweiligen Sitzplatzes getragen werden müssen. Alkohol gibt es ebenso wenig wie Gästefans. Das ist übrigens bei allen mitteldeutschen Clubs so.

So können Zuschauer beim FC Magdeburg ins Stadion

Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg startet mit einem Pokalauftritt gegen den SV Darmstadt am 13. September in die neue Saison – und 5.000 Anhänger dürfen bei diesem Spiel dabei sein. Die Karten werden in einem personalisierten Online-Verkauf an Dauerkarteninhaber der Vorsaison und an Wirtschaftspartner abgegeben. In der MDCC-Arena herrscht Maskenpflicht bis zum Erreichen des Sitzplatzes, der sich entweder im Sektor West oder Ost des Stadions befindet. () Eine Woche nach dem Pokalspiel kommt dann der Hallesche FC zum Drittliga-Auftakt an die Elbe.

Corona-Regeln beim HFC

Leerer Erdgas-Sportpark in Halle
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Zuhause steigt der HFC dieses Jahr dann am 26. September in den Drittliga-Betrieb ein, mit einem Spiel gegen den FC Ingolstadt. Hier sind laut Hygienekonzept aktuell 3.200 Zuschauer zugelassen, die Masken tragen müssen. Der Verein hofft aber, dass sich die Zahl womöglich noch ein bisschen erhöhen kann. Für den personalisierten Online-Verkauf haben Mitglieder und Dauerkartenbesitzer der Vorsaison ein Vorkaufsrecht. Vereinsmitglieder konnten sich auch die 2500 Tickets für das letzte Testspiel gegen Eintracht Braunschweig sichern, das der HFC am Samstag im Erdgas Sportpark austrägt. Hier sind 2500 Zuschauer zugelassen.

Der FSV Zwickau will am 19. September vor 3500 Zuschauern – wenn niedrige Infektionszahlen es erlauben, besser sogar noch vor 5200 – gegen die SpVgg Unterhaching die ersten Drittliga-Punkte zu Hause holen. Die Plätze in der GGZ Arena sollen an Vereinsmitglieder gehen, die bis zum Erreichen ihres Sitz- oder Stehplatzes eine Maske tragen müssen.

Diese Regeln gelten bei Dynamo Dresden

Eine leere Tribüne im Stadion von Dynamo Dresden
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Die SG Dynamo Dresden absolviert am Montag ihr erstes Heimspiel der neuen Saison, im Pokal geht es gegen den Hamburger SV. Dabei sein sollen mindestens 7000 Fans. Tickets für die Steh- und Sitzplätze im Rudolf-Harbig-Stadion sollten zunächst an Inhaber einer Jahreskarte der Saison 2019/20 gehen, die auch Vereinsmitglied sein mussten. „Zu den Verhaltensregeln und Maßnahmen des Hygienekonzepts gehört, dass von jeder Person verpflichtend ein Mund-Nasen-Schutz getragen und die vorgegebenen Abstandsregeln zwingend eingehalten werden müssen“, heißt es vom Verein. Das gelte vom Betreten bis zum Verlassen des Stadiongeländes für ausnahmslos jede Besucherin und jeden Besucher ab einem Alter von 6 Jahren.

Dass sich die Fans an die Regeln halten, das wird wohl entscheidend dafür sein, dass es auch im weiteren Saisonverlauf Zuschauer in den Stadien unserer Region geben wird. Um noch einmal RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zu zitieren: „Wir erwarten schon, dass sich alle dann auch an die Maßnahmen halten.“

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morning Show | 14. September 2020 | 08:50 Uhr

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