Fünf bunt bemalte Ostereier auf der Wiese.
Bildrechte: Colourbox.de

Wohin mit den ganzen Eiern?

22.04.2019 | 15:00 Uhr

Nach dem Osterfest sind meist noch jede Menge Eier übrig. Was tun damit und wie lange sind Eier eigentlich haltbar?

Fünf bunt bemalte Ostereier auf der Wiese.
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Gefärbte Ostereier sind in der Regel hartgekocht und die bleiben bei Zimmertemperatur rund zwei Wochen, im Kühlschrank sogar bis zu vier Wochen, frisch. Voraussetzung ist, dass die Schale intakt ist. Rohe Eier halten im Übrigen viel länger: Im Kühlschrank bleiben sie vier bis sechs Wochen frisch.

So könnt ihr testen, ob ein Ei noch gut ist

Rohe Eier könnt ihr übrigens relativ einfach testen, ob sie noch gut sind. Einfach ein Glas mit Wasser füllen und das Ei reintun. Sinkt es nach unten, ist es noch frisch. Sobald es oben schwimmen, ist es schlecht. Hält es sich in der Mitte, bzw. steht schräg nach oben, solltet ihr das Ei nur noch essen, wenn es durchgekocht oder gebacken ist und nicht mehr roh, zum Beispiel für Mayonese oder andere Gerichte, verwenden.

Leckere Eier-Gerichte

Gekochte Ostereier, die übrig geblieben sind, sollte man nicht wegschmeißen. Wer nach Ostern Eiersalat, Ei auf Brot und das Frühstücksei nicht mehr sehen kann, jedoch noch einige Eier übrig hat, kann diese auch bei anderen, leckeren Gerichten weiterverwenden.

Ei-Spalten schmecken zum Beispiel als Beilage zu leckeren Tomatensoßen, scharfem Curry oder verschiedenen Dips. Wenn ihr die Eier halbiert und das Eigelb entfernt, könnt ihr stattdessen das Ei mit Lachs, Spinat oder einer Bärlauch-Creme füllen. Oder ihr vermengt das Eigelb je nach Geschmack mit Senf, Mayonnaise oder Kräutern und spritzt es wieder in die weiße Eihülle.

Alles übers Ei

Wie viele Eier essen wir?

217 Eier essen die Deutschen pro Kopf im Jahr. Das sind natürlich nicht alles Frühstückseier. Dazu zählen auch die Eier in Lebensmitteln wie Kuchen, Kekse, manche Nudelsorten, Majo und Chefsalat. Allein in Deutschland werden jedes Jahr insgesamt fast 19 Milliarden Eier gegessen - das ist fast doppelt so viel wie vor hundert Jahren.

Gibt es einen Unterschied zwischen braunen und weißen Eiern?

Viele denken, dass braune Eier besser sind, weil sie aus artgerechterer Haltung stammen. In einigen anderen Ländern, wie zum Beispiel in Schweden aber hält man weiße Eier für die besseren. Fakt ist: Beides sind Irrtümer. Entscheidend ist, welcher Rasse das Huhn angehört. Der Inhalt von braunen und weißen Eiern ist exakt gleich.

Was ist das liebste Frühstücksei der Deutschen?

Gerührt, gespiegelt oder doch pochiert? Nein, die Deutschen essen zum Frühstück am Liebsten ein gekochtes Ei. Allerdings gibt es auch Unterschiede: Während Frauen lieber gekochte Eier essen, mögen Männer genauso gerne Rührei. Und der Trend geht vom Topf- zum Pfannen-Gericht: Wer unter 30 Jahre alt ist, isst am liebsten Rührei bzw. Omelett.

Wofür sind Eier gut?

Eier liefern viele lebenswichtige Nährstoffe, vor allem Proteine. Aber Eier können noch viel mehr: Sie enthalten neben Eiweiß auch noch Schwefel, das unser Haar geschmeidig macht und gegen Pickel hilft. Auch wichtiges Lecithin, das die Leber schützt und die Konzentrationsfähigkeit erhöht, ist in Eiern enthalten.

Was ist gesünder: Eigelb oder Eiklar?

Die wichtigen Nährstoffe sind sowohl im Eigelb als auch im Eiklar enthalten, die meisten Vitamine und Proteine sind aber im Eidotter.

Ist Cholesterin in Eiern wirklich schädlich?

Lange wurde behauptet, dass Eier zu viel Cholesterin enthalten. Doch nun wurde bewiesen, dass der hohe Cholesteringehalt im Ei kaum Einfluss auf unsere Gesundheit hat. Denn wenn wir viele Eier essen, drosselt unser Körper die eigene Cholesterin-Produktion automatisch. In einigen Fällen führt das sogar zu einem geringerem Cholesterin-Niveau als vor dem Eierkonsum.

Was sind eigentlich tausendjährige Eier?

Tausendjährige Eier sind eine Spezialität in China, die es in sich hat. Die Zubereitung geht ungefähr so: Man nimmt ein rohes Ei, beschmiert es mit einem Asche-Gemisch und legt das Ei dann für 90 Tage an einen dunklen und kühlen Ort.  Das Ergebnis ist ein faules und eigentlich ungenießbares Ei, das in asiatischen Ländern dennoch sehr beliebt ist.

Warum sind Eier nicht eckig?

Die typische Eier-Form ist ein cleverer Trick der Natur. Durch die Rundungen vergrößert sich die Stabilität der Schale. Drückt man auf eine Stelle, dann verteilt sich die Kraft gleichmäßig auf die gesamte Oberfläche. So kann das Ei mehrere Kilo Gewicht aushalten – vor allem beim Brüten ist das wichtig.

Bei anderen Vögeln hat sich die Form der Eier an andere Faktoren angepasst: Vögel, die in Gebirgen leben brüten spitzere Eier, die nicht so leicht von Felsen rollen können.

Was war zuerst da: Huhn oder Ei?

Vermutlich das Ei. Als die ersten Tiere aus dem Wasser ans Land kamen, mussten sie sich vor der Trockenheit an Land gewöhnen. Insbesondere Babys mussten sie vor der Trockenheit an Land schützen und so entwickelte sich die Eier-Schale. Aus deren Nachkommen entstand dann später das Huhn, wie wir es heute kennen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP die Feierabendshow | 23. April 2019 | 15:10 Uhr

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