Gefährliche versteckte Fracht 17 Handgranaten bei Autokontrolle in Dresden entdeckt

Die Bundespolizei hat Montagabend die Insassen eines Autos mit ausländischem Kennzeichen kontrolliert. Das ist eigentlich Routine. Bei der Kontrolle des Geländewagens schlug allerdings ein Spürhund an. Er hatte hinter der Verkleidung des Kofferraums scharfe Handgranaten erschnüffelt.

Die Bundespolizei hat bei einer Fahrzeugkontrolle am Hauptbahnhof Dresden 17 Handgranaten entdeckt. Das bestätigte eine Sprecherin MDR SACHSEN. Demnach hatten Beamte am Montagabend zwei Bosnier im Alter von 17 und 28 Jahren in einem Auto kontrolliert, das im Parkverbot stand. Die Beamten vermuteten, dass die Männer unerlaubt eingereist sein könnten. Im Verlauf der Kontrolle habe sich dann ein Verdacht auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ergeben. Deshalb sei ein Spürhund des Zolls angefordert worden.

Der Hund schlug im Kofferraum des Geländewagens an. Dort fanden die Beamten in der Verkleidung die 17 scharfen Handgranaten. Daraufhin wurde die Umgebung weiträumig abgesperrt. Auch der Hauptbahnhof war teilweise betroffen. Die Munition wurde dem Landeskriminalamt zur Prüfung übergeben. Die beiden Männer wurden zunächst festgenommen, am Dienstag erließ ein Richter dann Haftbefehle gegen sie. Ihnen wird Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Zudem sollen sie sich unerlaubt in Deutschland aufgehalten haben.

Polizisten sperren bei Dunkelheit einen Straßenabschnitt
Während des Polizeieinsatzes am Hauptbahnhof wurde das Areal weiträumig abgesperrt. Bildrechte: xcitePRESS

Quelle: MDR/lam/stt/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - das Sachsenradio | 18.02.2019 | ab 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

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Zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2019, 20:38 Uhr

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