An der Schwellung erkennen: Welches Insekt hat mich gestochen?

Es ist Hochsommer. Und mit der Wärme kommen auch die Insekten wieder raus. Manche von ihnen sind im wahrsten Sinne des Wortes Blutsauger.

Eine Goldaugenbremse beim Stechen
Bildrechte: imago images/blickwinkel

Bremse, Kriebelmücke oder doch eine ganz normale Mücke? Der Sommer ist auch die Zeit der Insektenstiche und -bisse. Nicht alle Stiche und Bisse sind aber gleich schmerzhaft. Manche jucken nur sehr unangenehm, mit anderen sollte man lieber zum Arzt gehen.

Welches Insekt hat mich gestochen?

Ein Mückenstich
Eine einzelne kleine, rote Quaddel, die juckt? Das ist vermutlich ein... Bildrechte: imago images / Gottfried Czepluch
Ein Mückenstich
Eine einzelne kleine, rote Quaddel, die juckt? Das ist vermutlich ein... Bildrechte: imago images / Gottfried Czepluch
Eine Mücke sitzt auf der Hand einer Person und hat ihren Rüssel in die Haut gesteckt.
...Mückenstich. Sie sind hierzulande die am weitesten verbreiteten stechenden Insekten. Neben den unangenehmen Stichen können Mücken auch mit dem Sirren ihrer Flügel ganz schön auf die Nerven gehen, vor allem Nachts, im Schlafzimmer. Bildrechte: Colourbox.de
Wespenstich.
Anderer Stich: Dieser hier ist auch wesentlich schmerzhafter, als ein Mückenstich. Bildrechte: imago/Rupert Oberhäuser
Stachel der Gemeinen Wespe
Das Bild eben zeigt einen Wespenstich. Ist man von einer Wespe gestochen worden, bildet sich rund um die Einstichstelle eine schmerzhafte Rötung und Schwellung, die aber im Normalfall einen Tag später schon wieder weg sein sollte. Bei Allergikern kann es allerdings sein, dass der Stich wesentlich schmerzhafter ist und mehr anschwillt. In solchen Fällen sollte man unbedingt zum Arzt gehen. Bildrechte: imago/blickwinkel
Bremsenstich
Das hier sieht richtg übel aus. Dahinter steckt keine Hornisse, wie man vielleicht auf den ersten Blick denken mag... Bildrechte: blickwinkel/fotototo
Eine Goldaugenbremse beim Stechen
...sondern dieser gemeine Zeitgenosse: Eine Bremse. Die Tiere tummeln sich in den heißen Tagen mit Vorliebe an sumpfigen Stellen und in der Nähe von Wasser. Sie werden vor allem von Schweißgeruch magisch angezogen.

Einen Bremsenstich merkt man in der Regel sehr schnell, sodass man das Tier oft beim Stechen noch erwischt. Außerdem sind die Tiere recht hartnäckig. Wenn sie einmal ein Opfer gefunden haben, lassen sie so schnell nicht davon ab.
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Kriebelmücke
Ähnlich unangenehm können auch diese Tierchen sein: Kriebelmücken. Sie mögen es ebenfalls feuchtwarm. Normalerweise fallen sie über Tiere her, aber auch Menschen sind die kleinen Blutsauger nicht abgeneigt. Bildrechte: imago images / blickwinkel
Bild von der Wanderröte nach einem Zeckenbiss
Wer so etwas an seinem Körper findet, sollte tatsächlich schnell zum Arzt gehen... Bildrechte: imago images / Panthermedia
Blutsaugende Zecke
Diese sogenannte Wanderröte taucht nach Zeckenbissen auf. Allerdings nur dann, wenn dabei Borreliose-Erreger übertragen worden sind. Im Normalfall bemerkt man einen Zeckenbiss dagegen fast überhaupt nicht, abgesehen von der vollgesaugten Zecke, die wie festgeklebt an der Haut hängt. Zecken sind streng genommen übrigens gar keine Insekten, sondern zählen zu den Spinnentieren. Genauso wie Hausstaubmilben. Bildrechte: Imago/blickwinkel
Katzenflöhe beim Zubeißen
Gemein sind auch diese Tierchen: Flöhe. Deren Bisse erkennt man daran, dass sie sogenannte Flohstraßen bilden: drei Stiche in einer Reihe. Das kommt daher, dass die Tierchen gerne erstmal probestechen, bevor sie sie richtig loslegen. Flöhe können vor allem von Haustieren auf Menschen übertragen werden, auch wenn man Abstand von ihnen hält. Sie können nämlich bis zu 50 cm weit springen. Flöhe werden vor allem von Katzen übertragen. Der eigentliche Menschenfloh ist selten geworden.

Hat man Flöhe, hilft vor allem nur eine Flohkur mit eine Spray. Wenn es danach immer noch juckt, sollte man zum Arzt gehen.
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Was hilft gegen Stiche?

Ist man einmal gestochen, juckt oder schmerzt es ein paar Tage. Schuld daran sind Histamine, die der Körper ausschüttet. Ein juckender Insektenstich ist vor allem eine allergische Reaktion des Körpers. Ausnahmen bilden Insekten wie Wespen und Bienen. Die stechen, um sich zu verteidigen, weshalb die Stiche naturgemäß schmerzhaft sind.

Abhilfe schaffen vor allem kühlende Gele und Salben mit Antihistamninika, die es in der Apotheke zu kaufen gibt.

Allerdings kann man auch mit Hausmitteln Abhilfe schaffen. Kühlende Umschläge können genauso helfen, wie Spucke.

Hilft Wärme oder Kühle?

Mittlerweile gibt es aber auch spezielle Geräte, mit denen Insektenstiche kurzzeitig auf 50 Grad Celsius erhitzt werden können. Damit werden die eiweißhaltigen Wirkstoffe der Insekten unter der Haut nachweislich zerstört. Somit helfen die Geräte gegen Juckreiz oder Schwellungen bei Mückenstichen.

Das funktioniert tatsächlich ganz gut, allerdings nur, wenn der Stich noch frisch ist. Alternativ kann man auch einen Teelöffel erwärmen und ihn auf den Stich drücken. Dann sollte man allerdings vorsichtig sein, damit der Löffel nicht zu heiß wird. Sonst verbrennt man sich.

Stichen vorbeugen

Insektenstichen vorbeugen funktioniert nur bedingt, vor allem wenn man viel in der Natur unterwegs ist. Wer wirklich nicht gestochen werden will, sollte möglichst immer lange Kleidung und Schuhe tragen und mit Insektenspray nachhelfen. Hier helfen laut Stiftung Warentest vor allem Mittel mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin. Auch Citronella-Kerzen helfen ein wenig.

Icaridin hilft allerdings auch nur gegen Zecken und Mücken. Wer sich vor Wespen oder Bienen schützen will, sollte andere Maßnahmen ergreifen, zum Beispiel Lebensmittel im Freien abdecken, oder etwas entfernt einen Ablenkfütterung aufstellen.

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