James Blunt
Bildrechte: Warner Music

James Blunt: "Ich fühle mich schuldig"

30.08.2019 | 16:13 Uhr

Nach zwei Jahren steht jetzt ein neues James Blunt-Album in den Startlöchern. MDR JUMP hat er exklusiv verraten, warum er das Album nicht für seine Fans geschrieben hat und warum er sich manchmal schludig fühlt.

James Blunt
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James Blunt veröffentlicht sein neues Album „Once Upon A Mind“ am 25. Oktober. Nach ein paar elektronischen Ausflügen auf seiner letzten Platte „The Afterlove“ und Singles mit DJs wie Lost Frequencies, Robin Schulz oder Alle Farben, besinnt sich der Brite wieder auf den handgemachten Sound seiner Anfangstage.

Seinem Manager hatte er allerdings vorher per Handy das Gegenteil angekündigt. „Es wird ein Techno-Album“, schrieb er schlicht. Woraufhin der gute Mann die Fassung verlor.

Ich denke, dass man seine Plattenfirma immer wieder auf dem Boden halten sollte. Ich sende ihnen oft Nachrichten, die sie nicht gerne hören, nur um ihnen Angst zu machen. Dasselbe habe ich mit meinem neuen Albumcover gemacht. Ich habe ihnen einen Fake geschickt, der ihnen absolut nicht gefallen hat. Den werde ich demnächst mal posten.

Inhaltlich ist „Once Upon A Mind“ für James das vielleicht traurigste und ehrlichste Album seiner Karriere:

Die Fans sind eigentlich immer mit im Raum, wenn ich Songs schreibe. Aber bei diesem Album wurde das von Ereignissen überstrahlt, die mir wichtiger waren: die Gesundheitsprobleme meines Vaters und meine eigene kleine Familie. Anstatt also nur an mein Publikum zu denken, habe ich diesmal Songs für meine Nächsten und für mich geschrieben.

Neue Single "Cold"

In seiner neuen Single „Cold“ singt James Blunt von einem Ozean, der zwischen ihm und seinen geliebten Menschen liegt. Das ist nicht nur metaphorisch gemeint, sondern auch wörtlich. Als Künstler befindet er sich oft auf anderen Kontinenten und kann seine Familie nicht sehen.

Damit kämpfe ich viel. Ich fühle mich schuldig, weil ich oft so weit weg bin.

James räumte aber auch ein, dass die Platte nicht ausschließlich traurig sein würde:

Es ist kein Album, das nur von Elend handelt. Es gibt auch Positives zu hören. Es geht vielmehr um den Kreis des Lebens. Wenn man älter wird, dann sieht man Menschen sterben und Menschen, die geboren werden. Sie ersetzen nicht diejenigen, die gegangen sind, aber sie bringen neue Energie mit sich.

James Blunt weiß wovon er spricht. Schließlich ist er Vater eines dreijährigen Sohnes. Ab Februar nächsten Jahres muss er den Kleinen allerdings wieder für ein paar Monate allein lassen, denn dann geht James auf Tour. Am 10. März macht der 45-Jährige in der Arena Leipzig Halt – präsentiert von MDR JUMP.

Ich komme mit meiner Band nach Leipzig im Rahmen meiner sechsten Welt-Tournee. Wir freuen uns sehr auf Deutschland. Hier toure ich am meisten, denn ich habe hier mal gelebt und es fühlt sich immer so an, als würde ich nach Hause kommen. Wir werden Songs von allen Alben spielen.

Eine Sache mag er am deutschen Publikum übrigens ganz besonders:

Sie klatschen richtig gut im Takt. Das können manche andere Nationalitäten nicht. Die werde ich aber nicht verraten.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 30. August 2019 | 21:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. August 2019, 17:24 Uhr

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