Veränderung im Beruf - So wirst du im Job erfolgreich

20.01.2020 | 16:19 Uhr

Beruflicher Erfolg ist ein beliebter Vorsatz für ein neues Jahr. Wie klappt es mit der Beförderung? Ist es möglich, ein höheres Gehalt auszuhandeln? Welche Stärken habe ich wirklich? Jobcoach Mathias Fischedick gibt wertvolle Tipps.

Gespräch auf Arbeit. (Symbolbild)
Beim Gespräch mit dem Chef können einige Weichen für die Zukunft gestellt werden. Bildrechte: imago images / Westend61

Eine berufliche Veränderung kann positive Auswirkungen auf das gesamte Leben haben. Mehr Geld, mehr Freizeit oder ein kürzerer Arbeitsweg sind Faktoren, die für viele Menschen wichtig sind. Aber wie lässt sich das alles umsetzen? Das hat Jobcoach Mathias Fischedick unseren Moderatoren Sarah und Lars in der MDR JUMP Morningshow verraten.

Wie werde ich erfolgreich?

Für den Jobcoach ist Erfolg relativ. Der eine möchte viel Geld verdienen, der andere strebt nach Macht oder nach einer entspannten Zeit. Oft wird eine Beförderung als Erfolg angesehen. Aber diese kommt nicht von allein. Wie komme ich zu einer Beförderung?

Ich finde, es sollte immer proaktiv erfolgen. Sobald ich das Gefühl habe, ich habe eine Beförderung verdient, dann ist der Moment, wo ich mit dem Chef reden würde.

Mathias Fischedick, Jobcoach

Junger Mann am Schreibtisch
Bildrechte: MDR JUMP

Endlich mehr Gehalt

Oft wird ein erwartetes Kind oder ein geplantes Eigenheim als Vorwand genutzt, um einen höheren Geldbedarf zu begründen. Laut Mathias Fischedick sei aber die Begründung aus Unternehmenssicht viel wichtiger. Wenn du glaubst, dem Unternehmen einen Mehrwert zu bringen, dann sei eine Gehaltsanpassung wahrscheinlicher.

Ich würde erstmal fragen: Chef, was sind Ihre Kriterien, wonach Sie entscheiden, wer eine Gehaltserhöhung bekommt?

Mathias Fischedick, Jobcoach

Wie kann ich mich selbst besser darstellen?

Auch hier gilt laut Jobcoach: Sei proaktiv. Finde heraus, wo du etwas im Unternehmen optimieren kannst. Sein Tipp: Bring dich ein und zeig dich.

Authentizität ist wichtig. Es ist egal, ob du selbstbewusst bist, oder nicht: Sag offen, was du denkst.

Mathias Fischedick, Jobcoach

Meinungsverschiedenheiten im Kollegium sorgen für Streit

Wenn es Ärger mit den Kollegen gibt, sind Runterschlucken oder Aussitzen keine gute Idee.

Das ist nicht gut für die Beziehung. Ich würde es immer ansprechen. Der Trick: Wenn du es in "Ich-Botschaften" verpackst, wird kein Druck aufgebaut. Also: "Ich hab das Gefühl, dass ...".

Mathias Fischedick, Jobcoach

Auch viele Kleinigkeiten können bei einem Bewerbungsgespräch entscheidend sein.

Bauarbeiter mit gelben Helmen und gelber Warnweste machen zusammen Kaffeepause und lachen.
Bildrechte: imago images / Westend61

Stress abbauen

In einer stressigen Zeit ist es gut, eine Pause einzulegen. Bewegung kann helfen, wieder effizienter zu arbeiten. Also: Lieber eine Runde um den Block laufen, als den ganzen Tag am Computer zu verbringen.

Wenn wir gestresst sind, atmen wir in die Brust, entspannt in den Bauch. Wenn du bewusst in den Bauch atmest, entspannst du dich.

Mathias Fischedick, Jobcoach

Jobwechsel ist kein Zeichen von Schwäche

Große Unzufriedenheit lässt sich teilweise nur mit einem Jobwechsel beseitigen. Dann folgt auf die Bewerbung bei einem anderen Unternehmen ein Vorstellungsgespräch.

Da gibt es kein Standard-Prozedere. Für mich ist es wichtig, sich bewusst zu machen: Ein Vorstellungsgespräch sollte auf Augenhöhe stattfinden.

Mathias Fischedick, Jobcoach

Es ist also kein Test. Sowohl das Unternehmen, als auch der Bewerber schauen sich an, ob eine Zusammenarbeit funktionieren würde.

Das Bewerbungsgespräch beginnt schon mit dem Betreten des Gebäudes. Manche Arbeitgeber fragen bei den Mitarbeitern am Empfang nach, wie sie die Bewerber fanden.

Für das Outfit gilt: Der Bewerber sollte sich nicht verkleiden, aber an die Branche angepasst sein. Grundsätzlich gilt: Das perfekte Auftreten beim Bewerbungsgespräch gibt es nicht.

Eine blonde Frau sitzt an einem Schreibtisch und stützt den Kopf auf
Bildrechte: imago images/Westend61

Führungskräfte fühlen sich da auch nicht wohl. Deshalb greifen sie gern auf Standardfragen zurück. Als Bewerber wäre mein Tipp: Hinterfrage, warum sie das wissen wollen. Auf die Frage 'Warum sollten wir uns für Sie entscheiden', würde ich zurückfragen: 'Was müsste ich mitbringen, damit Sie sich für mich entscheiden?'

Mathias Fischedick, Jobcoach

Damit lässt sich laut dem Experten Augenhöhe herstellen, weil klar wird, ob jemand auf eine Stelle passt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 21. Januar 2020 | 06:50 Uhr

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