Eine Menschenmenge mit Plakaten auf einer Straße
Bildrechte: MDR/Michael Gerdes

Streik statt Schule: "Fridays for Future"

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2019 | 09:00 Uhr

Die Bewegung "Fridays for Future" steht für "Freitage für die Zukunft". Überall auf der Welt streiken Schüler- und Studenteninitiativen und setzen sich für den Klimaschutz ein. Doch der Unterrichtsausfall führt zu Kritik.

Eine Menschenmenge mit Plakaten auf einer Straße
Bildrechte: MDR/Michael Gerdes

Bekannt durch "Fridays for Future" ist die Schülerin Greta Thunberg, die seit August 2018 jeden Freitag den Schulunterricht bestreikt. Die Schwedin will den Protest so lange fortsetzen, bis Schweden das Übereinkommen von Paris einhält. Weltweit hat sie Schüler und Studenten inspiriert es ihr gleich zu tun.

Mittlerweile haben sich auch Wissenschaftler und Künstler hinter die Schüler gestellt. "Ich will auf jeden Fall meinem Kind eine gute Welt hinterlassen", sagte Sänger Adel Tawil im MDR JUMP-Interview. Seit er Papa geworden sei, lebe er mit einem größeren Bewusstsein für Nachhaltigkeit.

MDR JUMP Interview mit Adel Tawil
Bildrechte: MDR JUMP

Ich versuche, das Fliegen weitestgehend zu vermeiden. Ein Auto brauche ich nicht. Mit dem Fleischessen tue ich mich auch immer schwerer. Ich ertappe mich dabei, dass ich immer penibel jedes Licht ausschalte. Kein Wasser soll zu lange laufen.

Adel Tawil

Neben Adel Tawil sprechen sich hunderte weitere Künstlerfür die Proteste aus, darunter zum Beispiel Comedian und Filmemacher Michael "Bully" Herbig.

Fridays for Future

Ursprung in Schweden

Im August 2018 verweigert die damals 15 Jahre alte schwedische Greta Thunberg den Schulbesuch und sitzt jeden Tag während der Unterrichtszeit vor dem schwedischen Reichstagsgebäude in Stockholm und zeigt ein Schild mit der Aufschrift "Schulstreik fürs Klima". Nach den Parlamentswahlen beschränkt die Neuntklässlerin ihren Boykott auf Freitage. Durch ihren Protest macht sie national und international auf den Klimaschutz aufmerksam. In verschiedenen Städten weltweit bilden sich daraufhin Gruppen, die sich Greta Thunberg anschließen. In Deutschland wird das erste Mal im Dezember 2018 gestreikt.

Ziel: Mehr Klimaschutz

Politiker sollen auf klimapolitische Missstände aufmerksam gemacht und dazu gebracht werden, dass sie schnelle und konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz einleiten. Die Aktion soll dafür sorgen, dass das Klima-Abkommen von Paris eingehalten wird. International wurde auch die Forderung erhoben, das Wahlrecht auf 16 Jahre abzusenken. So könnten junge Menschen besser ihre Zukunft mitbestimmen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP - Die Feierabendshow | 06. März 2019 | 17:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. April 2019, 09:00 Uhr

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