Bester Start in den Morgen: Kaffee
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Rechner: Ist dein Kaffee-Konsum noch gesund?

18.07.2019 | 09:56 Uhr

Für die Meisten gehört eine Tasse Kaffee zum morgendlichen Ritual. Und in der Tat: Kaum ein Getränk ist besser untersucht. Es gibt unzählige Studien zu dem Wachmacher-Getränk. Aber wann wird der Kaffee-Genuss eigentlich problematisch? Ein Rechner gibt jetzt Aufschluss.

Bester Start in den Morgen: Kaffee
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Klar, eine Tasse Lieblingskaffee am Morgen ist für viele unverzichtbar für einen guten Start in den Tag. Dafür sorgen vor allem zwei Punkte: Zum einen verengt Koffein die Gefäße, das Herz muss das Blut mit mehr Druck pumpen, Herz- und Atemfrequenz steigen, das Gehirn und der Rest des Körpers werden so optimal mit Blut versorgt. Zum anderen blockiert Koffein den Botenstoff Adenosin, der als eine Art Bremse im Gehirn funktioniert und schläfrig macht. Koffein löst diese Bremse. Wer regelmäßig Kaffee trinkt, gewöhnt seinen Körper in aller Regel daran. Bleibt die gewohnte Ration aus, kann das zum Beispiel zu Kopfschmerzen führen.

Wie viel Kaffee trinken Deutsche?

Durchschnittlich trinkt jeder Deutsche jährlich 162 Liter von dem Wachmacher, rund 57 Prozent davon trinkt Kaffee mehrmals täglich. Und natürlich gilt auch für den Kaffee-Konsum die alte Weisheit: Die Dosis macht das Gift. Aber wie viel davon noch gesund ist, lässt sich schwer erforschen. Das hat mehrere Gründe. So reagieren Menschen unterschiedlich auf Koffein - je nachdem, ob sie den Wirkstoff langsamer oder schneller abbauen.

Außerdem ist Kaffee nicht gleich Kaffee. Je nach Sorte, Röstung und Zubereitung variieren Wirkung und Inhaltsstoffe. Auch andere Faktoren können Studienergebnisse beeinflussen: Tests an Tieren oder Zellkulturen sind nicht unbedingt auf den Menschen übertragbar. Bei Beobachtungsstudien an Menschen muss der sonstige Lebenswandel berücksichtigt werden. Kaffeetrinker sind zum Beispiel überdurchschnittlich oft Raucher. Auch die Zahl der Inhaltsstoffe - es sind mehr als 1000 - erschwert die Forschung.

Wie viel Kaffee ist gesund?

Wichtigster Stoff im Kaffee ist das Koffein. Das kommt in Kaffee- und Kakaobohnen sowie in Teeblättern vor und wird seit Jahrhunderten von Menschen verzehrt. Energydrinks wird es künstlich zugesetzt. Koffein stimuliert das Herzkreislauf- und das zentrale Nervensystem. Moderat dosiert kann es wacher machen, die Konzentration erhöhen und die körperliche Leistungsfähigkeit steigern. Über einen längeren Zeitraum kann ein übermäßiger Konsum zu Herz-Kreislauf-Problemen wie erhöhtem Blutdruck führen.

Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit Efsa stellen bis zu 200 Milligramm Koffein als Einzeldosis kein gesundheitliches Risiko für Erwachsene dar. Über den Tag verteilt können gesunde Erwachsene bis zu 400 Milligramm Koffein vertragen. Vor kurzem wurde eine Studie der University of Colorado veröffentlicht, wonach ein doppelter Espresso drei Stunden vor der üblichen Schlafenszeit die innere Uhr um rund 40 Minuten verzögert.

Kaffeerechner gibt Aufschluss über persönlichen Koffein-Konsum

Damit Kaffee-Konsumenten ihren persönlichen Koffein-Verbrauch ermitteln können, hat das Bundeszentrum für Ernährung einen Koffeinrechner erstellt. Dort kann man sich auf Grundlage seiner persönlichen Eigenschaften (Gewicht, Körpergröße, Alter) und der verzehrten koffeinhalten Lebensmittel anzeigen lassen, ob der eigene Koffeingenuss noch im grünen Bereich liegt.

Hier gehts zum Koffeinrechner des Bundeszentrum für Ernährung.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 19. Juli 2019 | 06:25 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2019, 09:56 Uhr

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