Ein Mädchen diskutiert mit ihrem Vater, während im Vordergrund eine Bierflasche steht.
Alkohol ist mit Abstand die verbreiteste Droge. Bildrechte: dpa

Aktionswoche 2,6 Millionen Kinder haben suchtkranke Eltern

In Deutschland wachsen Experten zufolge rund 2,6 Millionen Kinder mit suchtkranken Eltern auf. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mortler, schätzt die Zahl noch höher und warnt vor "vererbten" Problemen.

Ein Mädchen diskutiert mit ihrem Vater, während im Vordergrund eine Bierflasche steht.
Alkohol ist mit Abstand die verbreiteste Droge. Bildrechte: dpa

Nach Angaben von Experten wachsen in Deutschland rund 2,6 Millionen Kinder in Familien mit suchtkranken Eltern auf. Nach Informationen von "Ärzteblatt.de" handelt es sich um Eltern, die alkoholsüchtig sind. Für die betroffenen Kinder könne dies schwerwiegende Folgen haben, mahnt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler. Viele von ihnen erhielten nicht den Halt, den sie für ein gesundes Aufwachsen bräuchten.

Probleme werden "vererbt"

Kinder mit suchtkranken Eltern sind der CSU-Politikerin zufolge besonders gefährdet, im Erwachsenenalter selbst psychisch zu erkranken und suchtkrank zu werden. Sie äußerte sich mit Blick auf die derzeit stattfindende Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien.

Empfehlungen in Arbeit

Seit dem vergangenen Jahr diskutiert eine von der Bundesregierung eingesetzte Gruppe aus Experten und Fachbeamten Empfehlungen zur Verbesserung der Situation der Kinder psychisch kranker und suchtkranker Eltern. Diese sollen dem Bundestag im Sommer dieses Jahres vorgelegt werden.

Dieses Thema im Programm MDR AKTUELL RADIO | 11. Februar 2019 | 12:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2019, 12:19 Uhr

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