Elterngeld, mehr Rente und Krankschreibung: Das ist neu im Juni

Im Juni erwarten uns Verbraucher einige Änderungen. Elterngeld-Regeln werden gelockert, viele bekommen eine Rentenerhöhung und die Thomaskirche in Leipzig läutet wieder. Wir haben alles zusammengefasst.

Eine Familie an einem Tisch
Eltern sind in der Corona-Zeit besonders belastet. Bildrechte: imago images/Westend61

Elterngeld wird unkomplizierter

Junge Familien sollen in der Zeit der Corona-Pandemie unterstützt werden. Sie sollen keine negativen Auswirkungen auf das Elterngeld spüren. Für die Berechnung wird normalerweise das Nettoeinkommen der vergangenen 12 Monate zugrunde gelegt. Neu ist, dass Monate in denen aufgrund des Coronavirus plötzlich Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld bezogen wurde, nicht mit angerechnet werden. Diese Regelung gilt bis Ende des Jahres. Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten bekommen auch einen Vorteil: Sie können die Elternzeit auch nach dem 14. Lebensmonat des Kindes nehmen und somit etwas nach hinten schieben.

Angehörige zu Hause pflegen

Wer eigene Angehörige pflegt, bekommt eine Erleichterung. Bisher haben sie das Recht, von ihrem Arbeitgeber für bis zu zehn Tage freizubekommen, damit sie die Pflege zu Hause organisieren können. Neu ist, dass bis Ende September dieser Anspruch auf bis zu 20 Arbeitstage angehoben wird.

Rentenerhöhung für einige schon im Juni

In den neuen Bundesländern wird die Rente um 4,2 Prozent erhöht. Offiziell gilt das ab 1. Juli. Einige bekommen den erhöhten Betrag aber bereits Ende Juni ausgezahlt. Das gilt für alle, die vor oder seit März 2004 die Rente erhalten. Alle anderen erhalten die Erhöhung zum ersten Mal Ende Juli ausgezahlt.

Endlich wieder baden

In Thüringen dürfen ab 1. Juni die Freibäder öffnen. Außerdem galt das Pfingstwochenende für einige Bäder in Sachsen-Anhalt und Sachsen als das erste Freibad-Wochenende der Saison.

Freibad Ottmannshausen Schwimmbecken mit Wasserrutsche
Freibäder können wieder öffnen. Bildrechte: MDR/Thomas Heß

Reisewarnung aufgehoben

Nach derzeitigem Stand soll die Reisewarnung für 31 Staaten in Europa aufgehoben werden. Demnach könnten zum Beispiel Reisen ans Mittelmeer wieder stattfinden.

Auf den Boden gesprühte Pfeile und Pylonen regeln den Zugang zum Strand an der Ostsee.
Urlaub wird in meheren Ländern wieder möglich sein. Bildrechte: dpa

Leipziger Glocken läuten wieder

In Leipzig gibt es ab Montag eine besondere neue Attraktion, die schon eine lange Geschichte hat: Die Glocke der Thomaskirche aus dem Jahr 1477 wird nach einer längeren Pause wieder läuten. Denn der erste Teil der Konstruktion ist restauriert worden.

Diese Sonderregelungen werden beendet

In den vergangenen Wochen gab es für viele Bereiche Lockerungen und Veränderungen. Einige Maßnahmen laufen im Juni aus:

  • Krankschreibungen per Telefon sind ab dem 1. Juni nicht mehr möglich.
  • Noch bis Ende Juni können Darlehen gestundet werden, wenn ein Schuldner finanzielle Engpässe hat.
  • Wenn ein Mieter aufgrund des Coronavirus finanzielle Probleme hat, kann seine Wohnung noch bis Ende Juni nicht gekündigt werden. Auch diese Regelung läuft aus.
  • Die vereinfachte Vermögensprüfung bei Hartz-IV-Anträgen läuft Ende Juni aus. Ab dann gelten wieder die Regelungen von vor Corona.
  • Einige Bahntickets, die vor dem 13. März gekauft worden, können noch bis Ende Juni zurückgegeben und storniert werden. Auch diese Sonderregelung entfällt dann.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 01. Juni 2020 | 10:45 Uhr

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