Nora Tschirner und Christian Ulmen ermitteln in Weimar.
Nora Tschirner und Christian Ulmen ermitteln im Tatort Weimar. Bildrechte: MDR/Wiedemann & Berg/Anke Neugebauer

Nominierungen für 55. Grimme-Preis Weimarer Tatort für Grimme-Preis 2019 nominiert

Nora Tschirner und Christian Ulmen ermitteln in Weimar.
Nora Tschirner und Christian Ulmen ermitteln im Tatort Weimar. Bildrechte: MDR/Wiedemann & Berg/Anke Neugebauer

Die Nominierungen für den 55. Grimme-Preis stehen fest. Das gab das Grimme-Institut mit Sitz in Marl am Donnerstag bekannt. 70 Produktionen und Eigenleistungen sind nominiert, insgesamt gab es mehr als 850 Einreichungen. Wieder dominieren die öffentlich-rechtlichen Programme, die Privatsender sind mit zehn Produktionen vertreten. Der MDR ist mit vier Produktionen und Koproduktionen dabei. Verliehen werden die Grimme-Preise am 5. April im Theater in Marl.

Grimme-Direktorin Frauke Gerlach betonte: "Bemerkenswert in diesem Jahr war die große Zahl sehr gut recherchierter, tagesaktueller Beiträge zu gesellschaftspolitischen Ereignissen". So dürfen in der Kategorie "Information & Kultur", die vor drei Jahren eingeführt wurde, die Journalistinnen von Tagesthemen, Weltspiegel und Monitor auf den Grimme-Preis hoffen.

Erneut zeigt sich, dass der Grimme-Preis ein Abbild der gesellschaftlichen Diskurse ist. Wir befinden uns in einer Zeit aufgeheizter gesellschaftspolitischer Diskussionen und Auseinandersetzungen, die sich über alle Kategorien hinweg in den nominierten Produktionen wiederfinden.

Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach

MDR mit vier (Ko)-Produktionen dabei

Auf einen Spezialpreis in der Kategorie "Fiktion" darf der Tatort aus Weimar hoffen, weiterhin "Wishlist 2.0" von MDR SPUTNIK und dem Jugendangebot funk in der Kategorie "Kinder & Jugend". In der Kategorie "Information & Kultur" sind die Produktionen "Bischofferrode – Das Treuhand-Trauma" (Hoferichter & Jacobs für MDR) und "Die Story im Ersten: Am rechten Rand" (NDR/MDR) nominiert.

Neu in diesem Jahr: Youtube-Produktionen

Zum ersten Mal befinden sich unter den Nominierten Produktionen des Pay-Channels YouTube Premium: In der Kategorie "Kinder & Jugend" wurde "LeFloid VS. The World" (Studio71 für YouTube) ausgewählt. In der Sparte Unterhaltung wurde "Neuland" (BRAINPOOL für YouTube) nominiert.

Serien in der Kategorie Fiktion

Unter den eingereichten Produktionen befanden sich 30 Serien, fünf davon sind nun nominiert. Mit "Arthurs Gesetz" (goodfriends Filmproduktion für TNT Comedy) und "Hackerville" (UFA Fiction/mobra films für TNT Serie) kann der Pay-Sender TNT gleich zwei Nominierungen für sich verbuchen. Ebenfalls nominiert sind "Das Boot" (Bavaria Fiction, Sky/Sonar Entertainment für Sky), "Bad Banks" (LETTERBOX Filmproduktion/IRIS Productions für ZDF/ARTE) sowie "Die Protokollantin" (MOOVIE für ZDF).

Für die Kunst eine Serie zu beenden, nominierte die Kommission Mizzi Meyer (Drehbuch), Arne Feldhusen (Regie) und Bjarne Mädel (Darstellung) für die finale Folge des Tatortreinigers (NDR).

Zehn Nominierte in der Kategorie Kinder & Jugend

Mit allein fünf Nominierungen ist das Angebot von funk zum dritten Mal in Folge stark vertreten.

Außerdem nominiert wurde Hubertus Koch mit seinem Format "Einigkeit & Rap & Freiheit: Das ist RAP" (Sendefähig GmbH für RB/funk) - es handelt sich um eine Spezialnominierung für "seine herausragende Autorenleistung, seinen eigenwilligen Stil und das gekonnte Verknüpfen von politischer Berichterstattung mit popkulturellen Inhalten", so die Kommission Kinder & Jugend.

Zum Grimme-Preis Gesellschafter des Grimme-Instituts sind der Deutsche Volkshochschul-Verband, WDR, ZDF, die Film- und Medienstiftung NRW, die Landesanstalt für Medien NRW, die Stadt Marl und das Land Nordrhein-Westfalen.

Dieses Thema im Programm MDR KULTUR - Das Radio | 17. Januar 2019 | 12:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2019, 12:30 Uhr

Aktuelle Themen von MDR JUMP

Meistgelesen bei MDR KULTUR

Humboldt in seinem Arbeitszimmer, Farblithografie + Audio
Humboldt in seinem Arbeitszimmer, Farblithografie von Paul Grabow nach einem Aquarell von Eduard Hildebrandt, 1848. "Ein treues Bild meines Arbeitszimmers, als ich den Kosmos schrieb", sagte Humboldt über das Aquarell. Bildrechte: Lindenau-Museum

MDR KULTUR-Newsletter