Batterien und Akkus kühl und dunkel aufbewahren

24.01.2020 | 02:10 Uhr

Lithium Batterien 1 min
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MDR JUMP Fr 24.01.2020 02:10Uhr 01:08 min

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In letzter Zeit gab es immer wieder Schlagzeilen von brennenden E-Auto-Batterien. Doch nicht nur die großen Lithium-Ionen-Akkus können sich selbst entzünden, auch herkömmliche Haushaltsbatterien und Knopfzellen können durch einen Kurzschluss in Brand geraten. Ausgelöst werden kann das beispielsweise, wenn lose Batterien aneinanderstoßen oder die Pole mit anderen metallischen Gegenständen in Berührung kommen. Dabei sind Knopfzellen anfälliger für Kurzschlüsse als normale Batterien, aber auch sie sind nicht davor gefeit.

Pole abkleben und getrennte Behälter verwenden

Um mögliche Kurzschlüsse zu vermeiden, sollten Batterien möglichst nicht lose oder gestapelt mit anderen Batterien gelagert werden. Neu gekaufte Batterien werden bis zur Verwendung am besten in der Verpackung aufgehoben, denn darin kommen sie weder mit anderen Batterien, Metallgegenständen oder schädlichen Umwelteinflüssen in Kontakt. Vor allem benutzte Batterien, die aber noch einen Rest an Energie beinhalten könnten, sollten an den Polen mit Klebe- oder Isolierband beklebt werden und nicht in einem gemeinsamen Behälter mit neuen Batterien lagern. Besser ist es, für neue und gebrauchte Batterien getrennte Behälter zu verwenden, auch, um eine mögliche Verwechslung zu vermeiden. Metallbehältnisse sind dafür ungeeignet, weil sie einen Kurzschluss begünstigen könnten.

Kühl und trocken lagern

Vor allem zwei Umwelteinflüsse schaden der Leistung und Funktionsfähigkeit von Batterien: Hitze und Luftfeuchtigkeit. Zu hohe Temperaturen, zum Beispiel an einem Ort mit direkter Sonneneinstrahlung, beschleunigen die Selbstentladung; zu hohe Luftfeuchtigkeit kann dazu führen, dass die Batterien korrodieren oder auslaufen. Idealerweise lagern Batterien bei 15 bis 18 Grad Celsius und in trockener Umgebung. Der Kühlschrank scheidet damit aus: Zwar ist es hier dunkel und kühl, aber die Luftfeuchtigkeit darin ist zu hoch. Experten empfehlen einen trockenen, kühlen Kellerraum als Lagerort. Wer jedoch keine Lust hat, wegen jeder Knopfzelle die Treppe zu benutzen oder einen feuchten Keller hat, der kann stattdessen auch eine vor Licht geschützte Schublade als Lagerort verwenden.

Batterien richtig entsorgen

Leere Batterien gehören auf keinen Fall in den Hausmüll! Das zeigt auch das durchgestrichene Mülltonnen-Symbol auf den Batterien. Über den Hausmüll könnten die enthaltenen, wertvollen Rohstoffe wie Lithium oder Zink nicht recycelt werden. Zudem könnten Schwermetalle wie Blei oder Cadmium in die Umwelt gelangen. Der einfachste, sichere Weg, leere Batterien zu entsorgen, sind die kleinen, grünen Sammelbehälter. Sie stehen in fast allen Supermärkten, Elektroläden und Drogeriegeschäften, denn überall, wo es Batterien zu kaufen gibt, müssen sie auch zurückgenommen werden. In die Behälter können auch ausgelaufene Batterien eingeworfen werden, allerdings bestenfalls in einem Plastikbeutel verpackt. Größere Akkus, zum Beispiel von Laptops oder E-Bikes, können in gelben Boxen abgegeben werden, die in Elektromärkten oder Baumärkten zu finden sind. Zudem nehmen kommunale Wertstoffhöfe ebenfalls leere Batterien und Akkus an.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 24. Januar 2020 | 10:45 Uhr

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