Gassigänger im Tierheim werden

Viele sind in der Corona-Zeit im doppelten Sinne auf den Hund gekommen. Die Zahl der Hundebesitzer ist sprunghaft gestiegen, weil man plötzlich Zeit hatte, sich um einen treuen Vierbeiner zu kümmern oder ganz einfach um die Einsamkeit zu beenden. Wer sich aber keinen Hund zulegen will oder kann, der kann über ein Ehrenamt als Gassigänger im Tierheim nachdenken.

Warum Gassigänger so wichtig sind

Die Tierheime kümmern sich nach Kräften um die ihnen anvertrauten Tiere. Die Heime platzen derzeit aus allen Nähten, denn nach dem Lockdown haben etliche Menschen ihren Hund wieder abgegeben. Dankbar wird da die Hilfe von Ehrenamtlichen angenommen, die regelmäßig Runden mit den Vierbeinern drehen. Wer überlegt, sich einen Hund aus dem Tierheim anzuschaffen, kann als Gassigänger anfangen und so möglicherweise eine Beziehung zu einem der Tiere aufbauen.

Diese Voraussetzungen brauchst du

Neben den Selbstverständlichkeiten wie Hundeliebe und einem Hang zu ausgedehnten Spaziergängen, solltest du noch ein paar mehr Bedingungen erfüllen. Die meisten Tierheime akzeptieren nur volljährige Gassigänger. Außerdem solltest du dich gut mit Hunden auskennen. Einige Tierheimhunde gelten als schwierig, weil sie schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, bevor sie ins Tierheim gekommen sind. In vielen Tierheimen wird eine Schulung angeboten, die man zuerst absolvieren muss, bevor man mit einem Hund alleine raus darf.

Nächste Sendung im MDR Fernsehen

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27.10.2021, 19:50 Uhr /
18:00 Uhr in der Mediathek

aus dem Tierheim Bischdorf bei Löbau/Sachsen

Die Schulung

Die meisten Tierheime verlangen die Teilnahme an einer Gassigänger-Schulung, ehe du mit einem der Hunde raus darfst. Dabei lernst du u.a. die Körpersprache der Hunde kennen. Du erfährst, wie sie sich in Stress- und Angstsituationen verhalten und was du dann tun kannst. Auch die Regeln des Tierheims werden dir bei dieser Schulung erklärt. Manchmal gibt es am Ende der Schulung sogar eine Prüfung. 

Das muss beim Gassigehen beachtet werden

Die Tierschutzliga hat ein paar Verhaltensregeln aufgestellt, die so oder so ähnlich in vielen Tierheimen gelten. U.a. muss man die Hunde immer an der Leine führen und sollte ausreichend Abstand zu fremden Menschen und anderen Hunde halten. Füttern darf man sie entweder während der Gassirunde gar nicht oder nur in Absprache mit dem Tierheimpersonal. Auch deine Erziehungskünste solltest du nicht an den Hunden ausprobieren. Der Hundekot wird natürlich eingesammelt.

Der Papierkram

Viele Tierheime schließen eine Gassigängervereinbarung. Darin erklärst du, dass du für das Tier während der Gassirunde die Aufsichtspflicht hast. Verletzt du diese und der Hund richtet einen Schaden an, kann es sein, dass du für den Schaden aufkommen musst. Am besten kümmerst du dich um eine entsprechende Versicherung. In einer solchen Vereinbarung können auch noch einmal die Verhaltensregeln aufgelistet sein, sowie die Gassigeh-Zeiten.

Fazit

Gassigänger im Tierheim werden hat mehrere Vorteile: 1. Du entlastest das Tierheimpersonal, 2. die Hunde freuen sich über den Auslauf und 3. du kommst regelmäßig raus und kannst deine Freizeit mit einem Hund verbringen. Als Gassigänger brauchst du Erfahrung mit Hunden. In der Regel wird dir bei einer Schulung im Tierheim alles beigebracht, was du wissen musst.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 09. Juni 2021 | 11:45 Uhr

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