Gesundes Hundefutter

Für viele gehört ein Hund zur Familie dazu. Ihm soll es deshalb genauso gut gehen, wie allen anderen Familienmitgliedern auch. Das betrifft auch die Nahrung. So sollten im Hundefutter alle wichtigen Nährstoffe enthalten sein, die der Vierbeiner braucht. Was alles drin sein muss und woran man gesundes Hundefutter erkennt, das klären wir jetzt.

Ein Hund frisst aus einem im Gras stehenden Futternapf 1 min
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MDR JUMP Mo 29.06.2020 10:45Uhr 01:07 min

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Was muss im Alleinfutter drin sein?

Wie Menschen auch brauchen Hunde viele Nährstoffe in ihrer Nahrung. 50 – 70% sollten aus magerem Fleisch (Muskelfleisch) oder Fisch mit hochwertigen Proteinen bestehen. Hinzu kommen Kohlenhydrate zu Energiegewinnung. Das können Reis und Kartoffeln aber auch Hirse oder Mais sein. Für die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe sollten Obst, Gemüse und Kräuter enthalten sein. Auch Innereien liefern wertvolle Nährstoffe, wie Eisen und Biotin. Gute Öle verbessern die Nährstoffaufnahme und sorgen für ein funktionierendes Herz-Kreislauf-System. Bei den Produkten die es zu kaufen gibt, wird manchmal eine zu hohe oder zu niedrige Futtermenge angegeben. Darauf sollte man sich also nicht verlassen. Wie viel Futter der Hund tatsächlich braucht, hängt immer von Gewicht, Alter, Rasse und Aktivität des Hundes ab.

Trocken – oder Nassfutter?

Hundezubehör beim Hundemarkt - Trockenfutter
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Die Darreichungsform spielt erstmal keine Rolle. Trockenfutter eignet sich grundsätzlich für alle Rassen. Hunde die mit Trockenfutter gefüttert werden, müssen mehr kauen und das wirkt sich positiv auf das Gebiss aus. Aber es entzieht dem Körper auch viel Wasser. Deshalb sollte man unbedingt darauf achten dass das Tier ausreichend trinkt. Das Nassfutter verfügt über einen hohen Wasseranteil. Es ist meist in Dosen oder Schälchen portioniert, so dass eine Verpackung oftmals einer Mahlzeit entspricht. Vielen Hunden schmeckt das Nassfutter wesentlich besser als das Trockenfutter.

Bezüglich der Inhaltsstoffe sollte man sich auf der Verpackung die angegebene Reihenfolge durchlesen. Von dem was ganz oben steht, ist auch das meiste drin.

Was sollte man bei der Futterumstellung des Hundes beachten?

Die Umstellung des Futters sollte auf jeden Fall langsam geschehen. Bei einer abrupten Umstellung leiden vor allem empfindliche Vierbeiner schnell unter teils erheblichen Verdauungsproblemen. Meist wird eine Phase von einer Woche zur Umgewöhnung empfohlen.

Tipp: Kleine Hunde haben generell eine empfindlichere Verdauung. Deshalb sollte man das Futter nicht allzu häufig wechseln.

Was ist barfen?

Wird gebarft, dann erhält der Hund keinerlei Fertigfutter sondern unverarbeitetes Fressen wie Fleisch, Innereien und Knochen. Dazu Gemüse, Obst, Öle und Kohlenhydrate. Mittlerweile gibt es im Handel zusammengestelltes und gefriergetrocknetes BARF-Futter oder auch tief gefrorenes Fleisch.

Sind Zusatzstoffe nützlich?

Nebenprodukte vom Schlachten wie Leber, Herz und Innereien sind wichtige Nährstoffquellen. Alleinfutter kommen aber niemals ohne Zusatzstoffe aus: Das Vitamin B1 beispielsweise lässt sich in ausreichender Menge nur als Zusatzstoff zufügen. „Ein Alleinfutter, das wirbt, frei von Zusatzstoffen zu sein ist nicht glaubwürdig“, so die Experten von Stiftung Warentest.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 29. Juni 2020 | 10:45 Uhr

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