Kuscheltiere und Spielzeug ohne Gefahr

28.02.2020 | 02:10 Uhr

Kuscheltier 1 min
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MDR JUMP Fr 28.02.2020 10:45Uhr 01:06 min

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Einkaufstipps

Schon im Laden empfiehlt es sich, die neuen Spielsachen mit allen Sinnen zu prüfen. Finden sich daran scharfe Kanten oder wackelige Teile, sollte man vom Kauf Abstand nehmen. Außerdem immer darauf achten, ob die Farbe auch wirklich hält. Dafür sollte man schon im Geschäft das Spielgerät aus der Verpackung nehmen. Kräftiges Reiben kann klären, ob der bunte Spielzeug-Wunsch wirklich sein Geld wert ist.

Diese Stoffe solltest du meiden

Auch eine Geruchsprobe kann nicht schaden. Unangenehme chemische Ausdünstungen sollten unbedingt vom Kauf abhalten. Dazu lohnt auch ein Blick auf die verwendeten Materialien. Gerade die beliebten Kunststofffiguren gelten als richtige Schadstoffcocktails. Daher gilt: Spielzeug, in dem viel PVC (Polyvinylchlorid) drin ist, gehört nicht in Kinderhände. Es enthält oft sogenannte Weichmacher, die im Verdacht stehen, den Hormonhaushalt zu beeinflussen und Krebs zu erzeugen. Dagegen besteht Spielzeug aus Hartplastik meist aus dem unbedenklichen Kunststoff ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer). In Schadstoff-Tests der Stiftung Warentest haben die gut abgeschnitten.

Vorsicht bei Spielzeug aus diesen Ländern

Vorsicht ist bei Spielzeugen angebracht, die aus Asien kommen. Bei Spielzeugen aus chinesischer Produktion treten besonders häufig Mängel auf. Europäische Mindestanforderungen für Schadstoffe und Produktsicherheit werden in vielen Fällen nicht beachtet. Da rund die Hälfte der angebotenen Spielzeuge, die in Deutschland verkauft werden, aus China kommt, ist hier besondere Aufmerksamkeit geboten. Allerdings können auch Produkte deutscher oder europäischer Hersteller gesundheitsgefährdende Schadstoffe enthalten.

Speziallfall Plüschtiere

Vor einiger Zeit hat die Stiftung Warentest Kuscheltiere unterschiedlicher Herkunft untersucht: Von den 30 Teddys, Katzen und Mäusen im Test sind gerade einmal acht empfehlens­wert. Beim Rest reißen Nähte zu schnell auf. Oder der Plüsch, das Etikett oder die Mähne enthalten gefährliche Schad­stoffe. Der beigefarbene Hase der Senger-Tierpuppen schneidet mit sehr gut ab und kann empfohlen werden. Er kostet allerdings auch 58 Euro. Auch ein Hund des Herstellers SMIKI bekam eine gute Note, genau wie das Affenbaby von Bob der Bär oder das günstigste Lamm von Kick für nur fünf Euro. Erschreckend schlecht schnitten teure Produkte bekannter Hersteller wie Steiff oder Käthe Kruse ab. Kürzlich haben die Produkttester der Stiftung sprechend und klingendes Spielzeug untersucht. Nur ein Spielzeug hat mit „sehr gut“ abgeschnitten.

Digitaler Einkaufshelfer

Der BUND (Bund Umwelt und Naturschutz) bietet für Smartphones eine App mit der du Produkte auf ihre möglicherweise problematischen Inhaltsstoffe checken kannst. Die „ToxFox-App“ gibt es im App-Store deines Vertrauens. Sie scannt den Barcode des Produktes und listet anschließend möglicherweise problematische Inhaltsstoffe auf. Auf der Seite oder per Smartphone-App können Verbraucher ebenfalls die Barcodes der Produkte scannen und erhalten dann Informationen zu verwendeten Stoffen.

Wichtige Prüfsiegel zur Orientierung

Auch Prüfsiegel können weiterhelfen: Das GS-Zeichen bedeutet, dass die Hersteller freiwillig ihre Produkte prüfen lassen. Mit dem von einer unabhängigen Stelle vergebenem Siegel wird dem jeweiligen Produkt bescheinigt, dass es sicher ist. Doch auch hier gilt es, genau hinzuschauen. Befindet sich das Siegel nämlich nur auf einem bestimmten Bauteil, dann ist auch nur das geprüft worden. Nur wenn das Zeichen auf die zentrale Geräteplakette gedruckt wurde, ist das gesamte Spielzeug getestet worden. Pädagogisch wertvolles Spielzeug trägt das "spiel gut"-Siegel. Allerdings werden dabei die Spielsachen kaum auf Schadstoffe geprüft. Wenig Wert hat dagegen das CE-Prüfsiegel. Das können nämlich die Firmen selbst vergeben. Es besagt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten wurden. Nur, überprüft hat das in der Regel niemand.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 28. Februar 2020 | 10:45 Uhr

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