So kannst du Hausstaub dauerhaft reduzieren

25.10.2019 | 02:10 Uhr

Ein Kind wischt Staub unter dem Bett. 1 min
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Umschau-Quicktipp Staub wischen

Staub wischen

MDR JUMP Fr 25.10.2019 02:10Uhr 00:59 min

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Vorbereitung des Raumes

Bevor Staub reduziert werden kann, muss er erst einmal gründlich entfernt werden. Doch sowohl beim Staubwischen als auch beim Staubsaugen wirbeln Schmutzpartikel, Teppichfasern und andere Partikel auf. Deshalb einfach Fenster öffnen und für Durchzug sorgen: So zieht ein Teil des aufgewirbelten Staubs nach draußen. Weil Staub aber auch durch Schmutzpartikel von außen durch Fenster kommt, empfiehlt es sich, gleich am Morgen die Fenster ein paar Minuten zu öffnen. So kommt weniger Staub herein, als wenn Fenster den ganzen Tag über gekippt sind.

Die richtige Reihenfolge

Keinesfalls sollten noch feuchte Böden gesaugt werden. Deshalb erst saugen und dann bei Bedarf wischen. Experten empfehlen, erst unter den Möbeln zu saugen und dann freie Flächen zu reinigen.

Staubsauger checken

Staubsauger
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Wenn der Staubsaugerbeutel voll ist, kann kein Gerät eine gute Saugleistung bringen. Hin und wieder sollte der Beutel also kontrolliert und gegebenenfalls geleert bzw. getauscht werden. Der Filter sollte regelmäßig gewechselt werden. Auch der Saugaufsatz spielt eine Rolle. Die meisten Geräte haben unterschiedliche Aufsätze für unterschiedliche Einsatzbereiche. So eignen sich ausklappbare Bürsten vor allem für glatte Flächen. Sind die Bürsten eingeklappt, kann zum Beispiel ein Teppich gut gesaugt werden. Für kleine Ecken gibt es speziell geformte dünne Düsen. Wichtig: Nach dem Saugen immer die Bürsten vom Schmutz reinigen.

Ziehen statt Schieben

Auch auf die richtige Saugtechnik kommt es an. Hier heißt es Ziehen statt Schieben. So wird der Schmutz am besten eingesaugt. Beim Schieben, schiebt man den Schmutz nur vor sich her. In der Regel saugt man streifenförmig. Hat man viele kleine Möbel im Raum, kann aber auch das "Insel-Saugen" eine geeignete Methode sein. Hier wird sternförmig vom Körper weggesaugt.

Mikrofasertuch benutzen

Mikrofaser unter einem Mikroskope
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Auch beim Staubwischen gibt es Einiges zu beachten. Trocken oder nass - schon hier gibt es unterschiedliche Meinungen. Doch wird Staub trocken gewischt, kann er im Raum verwirbeln. Wischt man nass, verschmiert der Staub möglicherweise auf der Oberfläche. Die Lösung sind antistatische, trockene Mikrofasertücher. Sie ziehen Staub an wie ein Magnet bis sie im Freien ausgeschüttelt werden. So gehört herumwirbelnder Staub der Vergangenheit an. Auch zur Häufigkeit gibt es unterschiedliche Ansichten. Klar ist jedoch: Jeden Tag sammelt sich etwa sechs Milligramm Staub auf jedem Quadratmeter Oberfläche. Nach circa 7 Tagen wird dieser als neue Staubschicht sichtbar. Für viele ist es dann höchste Zeit, ihn zu entfernen.

Staubwischen hinauszögern

Einige Hilfsmittel lassen den Staub langsamer ablagern.

Weichspüler
Nicht nur beim Wäschewaschen, auch beim Staubwischen kann Weichspüler helfen. Er wirkt auf den Oberflächen wie eine Art Imprägnierung und stößt Staub ab. Einfach nach dem Staubwischen ein paar Tropfen auf ein sauberes Mikrofasertuch geben und auf der Oberfläche verreiben.

Anti-Statik-Spray
Ein spezielles Spray hilft bei Staub auf technischen Geräten wie Fernseher oder DVD-Player. Auf solchen Oberflächen sammelt sich Staub besonders häufig, denn der Kunststoff ist oft elektromagnetisch aufgeladen und zieht den Staub wie ein Magnet an. Durch das Reinigen mit einem Anti-Statik-Spray wird die statische Elektrizität abgeleitet - ein schnelles Wiederaufladen ist so nicht möglich. Ganz wichtig: Genau die Hinweise zur Anwendung lesen, damit empfindlichen Oberflächen nicht beschädigt werden. Außerdem kann durch das Nutzen von Anti-Statik-Spray weniger schnell Staub in die Lüftungsschlitze von technischen Geräten eindringen.

Staubfänger vermeiden

Ganz ohne Staub kommt niemand durch den Haushalt. Denn kleinste sich lösende Hautschuppen von Menschen oder Abrieb von Textilien lassen sich nicht gänzlich vermeiden. Je mehr Deko oder Kleinteile in der Wohnung stehen, desto leichter hat es Staub jedoch, sich abzulagern. Durch viele Kissen und Decken kann viel Abrieb entstehen. Hier ist in Punkto Staub weniger mehr. Auch Betten sind sehr staubanfällig. Am besten täglich im Freien kräftig ausschütteln.

Luftfeuchtigkeit erhöhen

Eine hohe Luftfeuchtigkeit wirkt Staubbildung entgegen, denn Feuchtigkeit bindet Staub. Hier helfen gelegentlich aufgehängte feuchte Tücher, elektrische Luftbefeuchter aber auch das Aufstellen von Zimmerpflanzen. Besonders Blumen mit haarigen Blattoberflächen helfen, sie ziehen Staub aus der Luft förmlich an und filtern zudem noch zahlreiche Schadstoffe aus der Luft. Besonders in den Wintermonaten ist dies wichtig, denn hier ist die Raumluft durch die Heizungsnutzung nochmal trockener. Achtung: Die Luftfeuchtigkeit nicht zu sehr erhöhen, sonst droht Schimmelbildung. Die ideale Luftfeuchtigkeit beträgt 40-60%. Regelmäßig lüften Wer regelmäßig lüftet, verringert den Staub zuhause enorm. Empfohlen wird dies mindestens dreimal täglich für circa 10 Minuten. Stoßlüften ist dabei wirksamer als die Fenster zu kippen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 25. Oktober 2019 | 10:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2019, 02:10 Uhr