Urlaub auf dem Traumschiff: Tipps für die Kreuzfahrt

22.02.2019 | 02:10 Uhr

Kreuzfahrtschiff 1 min
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MDR JUMP Mo 25.02.2019 02:10Uhr 01:09 min

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Mit einem Cocktail in der Hand auf dem Oberdeck liegen, während man in den Hafen einer südländischen Stadt einfährt – für viele gilt die Kreuzfahrt als der Traumurlaub schlechthin. Damit die Reise tatsächlich traumhaft wird, sind einige Dinge zu beachten: Das beginnt bei der Wahl der Route und endet beim Versenden von Urlaubserinnerungen.

Die Wahl der Route und Ausflüge

Bevor du eine Route wählst, solltest du dich fragen, was du von dieser Reise erwartest. Möchtest du Städte erkunden, großartige Naturlandschaften erleben oder dich an schönen Stränden sonnen? Je nachdem solltest du die Reisebeschreibungen studieren und eine erste Auswahl treffen. Kreuzfahrten ab Deutschland führen meist in die Ostsee, den Norden, entlang der Westküste Europas oder ins Mittelmeer. Wer weiter weg möchte, zum Beispiel in die Karibik, sollte beachten, dass noch ein Flug zum Ausgangsort einkalkuliert werden muss.

Werden viele Länder in wenigen Tagen angefahren, klingt das zunächst verlockend. An den Haltepunkten kann man sich organisierten Ausflügen anschließen und Land und Leute kennenlernen. Doch das führt oft dazu, dass an keinem Ort wirklich viel Zeit bleibt. Darüber hinaus kosten diese Ausflüge meist extra. Wer das nicht ausgeben will, kann den Landgang auch allein gestalten: Manche Häfen liegen fußläufig zu einer Innenstadt. Oft gibt es auch einen Shuttleservice vom Hafen zum Zentrum. An den vorgegebenen Zeitplan für die Abfahrt des Schiffes muss man sich allerdings halten und pünktlich zurück an Bord sein.

Die Größe des Schiffes

Swimmingpool an Board MSC
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Die Auswahl an Kreuzfahrtschiffen wächst von Jahr zu Jahr. Neben kleineren Schiffen mit wenigen hundert Passagieren, stechen immer wieder große, moderne Schiffe mit Kapazitäten für mehr als 6.000 Gäste in See. Animations- und Unterhaltungsprogramme, Shows, Sport- und Wellnessangebote gehören dort ebenso zum Standard wie mehrere Bord-Restaurants. Weiterer Vorteil: Je größer das Schiff, desto günstiger kann die Kreuzfahrt sein. Das spricht vor allem auch Familien an. Kleinere Kreuzfahrtschiffe sind meist exklusiver und teurer, die Interessen der Gäste spezieller. Sie fahren ungewöhnlichere Routen. Teils gibt es auf solchen Schiffen auch kein großes Programm, die Expedition oder Ähnliches steht in der Regel im Vordergrund.

Die Wahl der Kabine

Innenkabinen sind grundsätzlich sehr viel preiswerter als außen liegende Kabinen mit Bullaugen, Fenstern oder sogar Balkonen. Das Platzangebot der Innenkabinen ist meist überschaubar, alles Nötige befindet sich auf kleinem Raum. Wer unter Platzangst leidet, sollte sich für einen Raum mit Fenster oder eine Suite entscheiden. Kabinen mit Balkon haben ihren Charme, vor allem, wenn man seine Ruhe haben und dort die Seeluft genießen möchte. Das spiegelt sich jedoch oft im Preis wieder. Wer sich eine Kabine mit Balkon gönnen will, sollte auf die Ausrichtung des Balkons achten. Sind diese nach vorn ausgerichtet, kann es ganz schön windig werden. Haben Kabinen einen französischen Balkon, handelt es sich lediglich um kleine Austritte mit Geländer vor bodentiefen Fenstern. Preiswertere Kabinen befinden sich meist am Heck des Schiffes. Sie sind lauter, weil sich dort auch der Motor befindet. Wer ruhig schlafen möchte, sollte deshalb eine Kabine am Bug buchen. Die Kabinen im unteren Teil des Schiffes sind für die Passagiere geeignet, die empfindlich auf Wellengang reagieren.

Trinkgelder und weitere Nebenkosten

Trinkgeld liegt neben einer leeren Kaffeetasse.
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Schon bei der Buchung sollte darauf geachtet werden, welche Kosten im Preis enthalten sind. Müssen zum Beispiel die Getränke extra gezahlt werden, kann das schnell ins Geld gehen. Auch für Landgänge und zusätzliche Unternehmungen zahlt man häufig extra. Beim Trinkgeld gibt es viele Unterschiede. Es gibt Reedereien, die automatisch einen gewissen Betrag pro Person und Tag vom Bordkonto als Trinkgeld abbuchen. Andere bitten um freiwillige Leistungen, die auch anonym im Briefumschlag an der Rezeption abgegeben werden können. Als Richtlinie empfehlen Experten vier bis sechs Euro pro Person und Nacht. Wer sicher gehen will, sollte sich vor Abreise oder noch besser: schon vor der Buchung informieren.

Telefonieren und Internetzugang

Hier lauern unangenehme Überraschungen. Denn ein kurzes Telefonat mit den Angehörigen zu Hause oder ein Bild per Mail oder Messenger-Dienst kann schnell teuer werden. Grund dafür ist möglicherweise ein Irrglaube: Denn Mobilfunkverträge, auch spezielle Reisepakete decken die Nutzung auf hoher See nicht ab. Sie gelten nur auf dem Land. Und auch die EU-Roaming-Verordnung greift nicht, wenn du auf dem Meer unterwegs bist. So kann es passieren, dass sich das Telefon bei aktiver Einstellung „Automatische Netzwahl“ in das Mobilfunknetz des Schiffes einloggt. Das nutzt teure Satellitentechnik, um ein Funknetz aufzubauen. Die Übertragung eines Megabytes kann dann bis zu 30 Euro kosten. Für Anrufe werden zwischen 3 und 7 Euro verlangt, geben die Verbraucherzentralen zu bedenken. Die automatische Netzeinwahl sollte daher besser deaktiviert werden. Auf einigen Schiffen steht ein öffentliches WLAN-Netz zur Verfügung, auf anderen bieten die Kreuzfahrtunternehmen eigene kostenpflichtige Internetpakete an. Informiere dich unbedingt vor der Reise über die Konditionen für die Nutzung von Mobilfunk und WLAN. Frage deinen Mobilfunkanbieter oder schau in die Reiseunterlagen des Anbieters. So bleibst du vor teuren Überraschungen nach der Reise verschont.

Krankheit an Bord

Impfausweis, Pass und Krankenwagen auf einer Landkarte.
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Wer auf dem Schiff zum Arzt geht, wird abgerechnet wie bei jedem Arztbesuch im Ausland. Daher empfiehlt sich immer, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Eine solche Versicherung springt auch dann ein, wenn es schlimmer kommt und man in ein Krankenhaus geflogen werden muss. Medikamente gegen Seekrankheit werden in der Regel kostenlos an der Rezeption ausgegeben.

Besonderheit: Flusskreuzfahrt

Nicht nur über die Weltmeere fahren Kreuzfahrtschiffe heute, auch auf größeren Flüssen werden Urlaube auf dem Schiff angeboten. Besonders beliebte Routen in Europa führen beispielweise über Donau, Rhein, Mosel oder Rhône. Anders als bei den Kreuzfahrten über die Meere gibt es bei Flusskreuzfahrten jedoch immer eine Unwägbarkeit: Der Pegelstand der Flüsse kann unter Umständen dazu führen, dass die Kreuzfahrt kurz vorher abgesagt werden muss. Führt ein Fluss zu wenig Wasser, können die großen Schiffe nicht mehr fahren. Die Veranstalter haben in ihren Verträgen daher oft die Möglichkeit eingeräumt, ihrerseits bis 14 Tage vor Beginn die Reise abzusagen. Andere Anbieter planen in solchen Fällen um und buchen die Gäste um – aus der Kreuzfahrt könnte dann eine Busfahrt entlang der Flüsse werden. Wer das nicht möchte, sollte unbedingt im Vorfeld bei Vertragsabschluss auf solche Details achten und sich gegebenenfalls einen anderen Anbieter suchen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 25. Februar 2019 | 10:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2019, 02:10 Uhr