Wo Hunde und Katzen am besten schlafen

Guter Schlaf ist wichtig - für Menschen genauso wie für Katzen und Hunde. Wo das für unsere Lieblinge am besten geht und ob dein Bett dafür der richtige Ort ist, klären wir jetzt.

Ein, in eine Decke gehüllter, Hund 1 min
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MDR JUMP Mi 24.02.2021 10:45Uhr 01:04 min

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Sooo lange schlafen Hund und Katze

Der Begriff Wachhund ist nicht mal annähernd wörtlich zu nehmen. Denn die meisten Vertreter dieser Gattung schlafen oder ruhen fast den ganzen Tag: Welpen bis zu 20 Stunden, erwachsene Hunde bis zu 14 Stunden und die Oldies dann wieder bis zu 20 Stunden. Dabei brauchen Hunde nur etwa acht Stunden richtig tiefen Schlaf, der Rest wird in Dösen und Ausruhen aufgeteilt. Wichtig: beim Ausruhen kannst du gern dabei sein, Kuscheln ist da ausdrücklich erwünscht, beim Dösen haben viele Hunde die Augen zu, wollen ihre Ruhe, sind aber mit Ihren Sinnen an der Umgebung dran.

Katzen sind auch so richtige Langschläfer. Bis zu 18 Stunden schläft die große Mieze, im Winter können es bis zu 20 Stunden werden und so lange brauchen auch kleine Kätzchen in den ersten Lebenswochen.   

Wenn Tiere zu wenig Schlaf bekommen

Ähnlich wie wir Menschen merken Tiere nicht immer und sofort, dass sie zu wenig Schlaf, bzw. Ruhe bekommen. Sie lassen sich durch Geräusche wie Fernsehen, Musik und Gespräche ablenken, schließlich wollen sie auch am Leben ihrer Besitzer teilhaben.

Gerade jetzt, wo viele im Homeoffice und wegen geschlossener Schulen zu Hause sind, müssen Sie dafür sorgen, dass Ihr Hund einen ruhigen Rückzugsort hat, zu dem er immer hin kann

rät Hester Pommerening vom Deutschen Tierschutzbund. Bekommen Tiere dauerhaft zu wenig Schlaf, kann das ernste Folgen haben: Die Tiere werden überdreht, reagieren unkoordiniert und können schließlich richtig reizbar und aggressiv werden. Außerdem werden Tiere mit dauerhaftem Schlafmangel eher krank.

Was die Schlafstellung dir verrät

Genau wie wir Menschen, schlafen Tiere in den unterschiedlichsten Positionen. Dabei sagt die Schlafstellungen viel über das aktuelle Befinden deines Tieres aus: Allgemein gilt, je eingerollter und kompakter dein Tier sich im Schlaf macht, desto mehr Ruhe und Schutz sucht es. Dazu unsere Expertin:

Beobachten Sie immer mal wieder den Schlaf Ihres Tieres. Wenn es ganz eingerollt liegt und dabei eventuell noch zittert, könnte auch eine Krankheit dahinter stecken.

Je ausgestreckter und zentraler im Raum dein Vierbeiner ratzt, desto wohler und geborgener fühlt er sich.

Nächste Sendung im MDR Fernsehen

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14.04.2021, 19:50 Uhr /
18:00 Uhr in der Mediathek

aus dem Tierheim Stendal

Ein guter Platz für Hund und  Katz

Neben viel Ruhe ist der richtige Schlafplatz für dein Haustier wichtig. Schlafhöhlen und Decken gibt es im Fachhandel reichlich. Ab rund 20 Euro geht es für Höhlen, Winter/Sommer- Decken oder gar orthopädische Betten für alte oder kranke Tiere bis weit in den dreistelligen Bereich. Wichtig ist, dass dein Tier an seinem Schlafplatz genug Raum hat. Es muss sich austrecken und drehen können. Die Oberflächen sollten sich gut waschen oder reinigen lassen. Der richtige Ort sollte ruhig aber in der Nähe von Herrchen und Frauchen sein.  Zugluft, Kälte und Feuchtigkeit machen dein Tier krank. Direkt neben oft benutzten Türen oder Fenstern ist also tabu. Achtung: Auch wenn es Hund und Katze in der Regel gerne warm haben, sollten sie nicht direkt neben Heizkörper oder Ofen schlafen. Dort ist es für ihre empfindlichen Schleimhäute in Nase und Maul zu trocken. Hunde fangen da gerne mal an, zu schnarchen. Für Katzen empfiehlt Hester Pommerening:

Sie mögen gerne mehrere Schlaf- und Ruheplätze. Am besten dreidimensional; ein Beobachtungsplatz schön hoch gelegen, einen warmen Platz am Fenster und eine ruhige Schlafhöhle.

Schlafende Hunde soll man nicht wecken? Stimmt!

Denn Hunde und übrigens auch Katzen verarbeiten genauso wie wir im Schlaf die Erlebnisse des Tages. Manchmal träumen sie auch verstörende Dinge und wenn du sie dann aus dem Schlaf reißt, verwirrt das im leichtesten Fall. Es kann aber auch richtig gehend zu Ängsten und psychischen Problemen deines Tieres führen. Hund und Katze also in Ruhe lassen, das ist genau so wichtig, wie ein möglichst gleichbleibender Spiel- Fress- und Schlafrhythmus.

Tiere im Bett – Ja oder Nein?

Jaaa, das kann so kuschlig sein, mit Miezekatze oder Bello im Bett. Aber: Für Kinder verbietet es sich ohnehin. Die können nämlich in ihrem unruhigen Schlaf das Tier verletzen. Außerdem sind sie weniger unempfindlich gegen Parasiten, die die Tiere mit ins Bett bringen. Neben Flöhen und Zecken sind es auch zum Beispiel Kotreste von Pfoten und Po der Tiere.

Hinzu kommen sogenannte Zoonosen, also Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden und mitunter sehr gefährlich sind

Wenn du als Erwachsener dein Tier unbedingt mit ins Bett nehmen willst, solltest du auf folgende Punkte achten:

  • Hund und Katze müssen regelmäßig entwurmt und mit Mitteln gegen Zeckenbefall behandelt werden.
  • Fellpflege und das Absammeln von Zecken versteht sich von selber.
  • Tiere haben nicht unbedingt deinen Schlafrhythmus, ihr könnt euch also gegenseitig stören, Hunde schnarchen gern mal richtig laut.
  • Hast du eine Allergie, gehört kein Tier in dein Bett

Vorsicht, wenn du einmal damit anfängst

Tiere und hier besonders die Katzen vergessen nicht, dass sie einmal in deinem Bett  oder auch nur im Schlafzimmer schlafen durften. Schmeißt du sie irgendwann raus, nehmen sie dir das lange übel und sind selbst zutiefst verstört. Hunde können nach einer Weile in deinem Bett so besitzergreifend sein, dass sie niemand anderen mehr reinlassen. Das kann schwierig für die Partnersuche werden. Verbannst du dein Haustier vor die Schlafzimmertür, kannst du dich auf nächtelange Mauz- und Jaulkonzerte einstellen. Du solltest dir also genau überlegen, ob das Tier bei dir schlafen soll oder nicht. Einfach mal ein bisschen zum Mittagsschlaf ausnahmsweise, ist keine gute Idee, das reicht nämlich schon als falsches Signal.

Für Kitten und Welpen gelten Ausnahmen

Kleine Miezen und Welpen brauchen nach der oft frühen Trennung von ihrer Mutter besonders viel Wärme und Zuneigung. Sie sollten in den ersten Wochen im neuen zu Hause in deiner unmittelbaren Nähe ruhen und schlafen.

Damit sie gar nicht erst ans Schlafzimmer gewöhnt werden, ist es besser, wenn du deinen Schlafplatz für diese Zeit in ihre Nähe, zum Beispiel auf die Couch verlegst. Später kann dann die Tür zum Schlafzimmer einen Spalt offen bleiben…aber nur einen Spalt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 24. Februar 2021 | 10:45 Uhr

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