Super-Blutmond So erleben Sie die große Mondfinsternis 2019

Dieses Himmelsereignis ist etwas für Frühaufsteher. Wer die totale Mondfinsternis am 21. Januar 2019 erleben will, braucht außerdem freien Blick Richtung Westen, dicke Sachen und warme Getränke.

Mondfinsternis 2 min
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Die wichtigsten Fragen zur Mondfinsternis - erklärt in einem Video.

Do 26.07.2018 16:13Uhr 02:10 min

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Was war das für ein Spektakel im Juli 2018. Gefühlt die halbe Republik stand mit Kaltgetränk im Abendwind, den Blick nach Südosten gerichtet: Ein Super-Blutmond. Jetzt, kaum ein halbes Jahr später, gibt es wieder so ein Himmelsereignis. Nur dieses Mal für echte Fans. Denn die Totalität der Mondfinsternis am 21. Januar 2019 dauert von 05:41 Uhr bis 06:43 Uhr.

Wer das Phänomen in voller Länge erleben will, der stellt seinen Wecker noch früher. Denn bereits um 04:34 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Erst um 07:51 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten wieder.

Freie Sicht nach Westen

Das wird vermutlich kaum noch zu erkennen sein, denn unmittelbar danach geht die Sonne auf. Außerdem steht der Mond dann im Nordwesten bereits tief über dem Horizont. Die totale Finsternis dagegen wird – gutes Wetter vorausgesetzt – gut zu sehen sein. Wichtig ist freie Sicht nach Westen, denn der Mond steht bei der maximalen Verdunklung nur 16 Grad über dem Horizont.

Apropos maximale Verdunklung. Auch in der Totale landet noch Streulicht auf dem Mond. Das hat allerdings den wunderbaren Effekt, dass wir ihn blutrot sehen. Und er wird wieder riesig erscheinen. Das liegt zum einen daran, dass er in der Nacht zum 21. Januar mit 357.340 Kilometern seine geringste Distanz von der Erde erreicht. Andererseits ist es aber auch eine optische Täuschung, die wir immer bei Mond - und auch Sonne - haben, wenn sie niedrig über dem Horizont stehen.

Frühaufstehen lohnt sich wirklich

Die nächste totale Mondfinsternis über Deutschland wird es im Mai 2022 geben. Allerdings wird dabei der Mond während der Totalität untergehen. Erst am 31. Dezember 2028 können wir wieder eine komplette Mondfinsternis erleben.

Frühaufstehen lohnt sich also Ende Januar. Und das nicht nur wegen der Mondfinsternis. Denn danach liefern sich Venus und Jupiter ein Wettrennen am Himmel. Und genau zwischen den beiden platziert sich am Morgen des 31. Januar tief am Südosthimmel die Sichel des abnehmenden Mondes.

Dieses Thema im Programm MDR AKTUELL Fernsehen | 21. Januar 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2019, 05:00 Uhr

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Eine Salamischeibe.
So haben wohl nur die wenigsten die Sonnenfinsternis gesehen. Denn dieser Blutmond ist in Wirklichkeit eine Wurstscheibe. Das Bild wird in den sozialen Netzwerken gerade fleißig geteilt. Facebook-User Knut Blechschmidt war der erste, der es uns geschickt hat. Bildrechte: Knut Blechschmidt