Kind mit Smartphone
Bildrechte: IMAGO

Selbsttest Nach Krankenkassenstudie: Bin ich internetsüchtig?

05.03.2018 | 09:58 Uhr

Die Krankenkasse DAK hat kürzlich eine Studie veröffentlicht, nach der viele Kinder und Jugendliche süchtig nach sozialen Medien sind. Knapp drei Stunden täglich verbringen sie mit WhatsApp, Instagram und Co. Doch wie viel ist tatsächlich zu viel? Mach den Test und finde heraus, ob auch du zu viel am Smartphone hängst.

Kind mit Smartphone
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Wir chatten, schauen Videos oder liken die Posts unserer Freunde: Die sozialen Netzwerke sind aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken. Das kann aber auch schnell zur Abhängigkeit führen.

Gerade Kinder und Jugendliche sind gefährdet. Die Krankenkasse DAK hat dazu jüngst eine Studie veröffentlicht. Demnach sind 2,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen süchtig nach sozialen Medien, das heißt sie erfüllen die Kriterien für eine Abhängigkeit nach der sogenannten "Social Media Disorder Scale". Sie haben beispielsweise erfolglos versucht, weniger Zeit in den Netzwerken zu verbringen oder ihre Familie und Freunde vernachlässigt, um online sein zu können.

Soziale Medien gefährden die Gesundheit

Und das hat echte gesundheitliche Auswirkungen! Menschen, die von den "sozialen" Medien abhängig sind, haben ein 4,6 Prozent höheres Risiko, an Depressionen zu erkranken. Wobei noch nicht untersucht worden ist, ob die Nutzung der Netzwerke die Depression bedingt, oder ob depressive Kinder und Jugendliche sich eher ins Netz zurück ziehen.

Junge Leute mit Smartphones sitzen auf einer Treppe.
Soziale Medien sind oft nicht nur Ablenkung, sondern Realitätsflucht. Bildrechte: colourbox

Die gesundheitliche Gefahr besteht aber trotzdem, sagt Rainer Thomasius, Ärztlicher Leiter des Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf, das die Studie zusammen mit der DAK durchgeführt hat. Befragt wurden für die Studie 1.001 Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren. Und es gibt noch weitere Probleme, die die sozialen Medien mit sich bringen: Jeder dritte Befragte lenkt sich durch Facebook, Chats und Co. ab, um nicht an unangenehme Dinge denken zu müssen, bei den Mädchen sogar jedes Vierte.

Auch der Schlaf leidet unter den Social Networks. Knapp ein Viertel der Studienteilnehmer schläft häufig zu wenig, weil WhatsApp und Co. wichtiger sind. Dass einige Befragte sogar nur noch online mit ihren Freunden in Kontakt stehen, zeigt die Isolation durch die "sozialen" Medien.

Verloren im Netz

Eltern sind oft orientierungslos, wenn es um die Onlinenutzung ihrer Kinder geht, sagt Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, zur Studie und fordert besseren Jugendschutz im Internet. Dazu sind aber auch strengere Regeln für die Anbieter von sozialen Netzwerken notwendig, so Suchtexperte Thomasius vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf.

Süchtig, ja oder nein?

Wie viel Zeit verbringst du durchschnittlich mit Facebook oder WhatsApp? Mach den Test und finde heraus, ob du öfter mal offline gehen solltest.

Teste dich: Bist du internetsüchtig?

Die Fragen stammen aus dem Fragenkatalog zur "Social Media Disorder Scale" (van den Eijnden et al., 2016). In Bild zu sehen ist die Frage mit Überschrift und im Hintergrund ein junger Mann, der ein Smartphone hält und einen Laptop neben sich stehen hat.
Bildrechte: MDR JUMP/Colourbox
Die Fragen stammen aus dem Fragenkatalog zur "Social Media Disorder Scale" (van den Eijnden et al., 2016). In Bild zu sehen ist die Frage mit Überschrift und im Hintergrund ein junger Mann, der ein Smartphone hält und einen Laptop neben sich stehen hat.
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Die Fragen stammen aus dem Fragenkatalog zur "Social Media Disorder Scale" (van den Eijnden et al., 2016). In Bild zu sehen ist die Frage mit Überschrift und im Hintergrund ein junger Mann, der ein Smartphone hält und einen Laptop neben sich stehen hat.
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Die Fragen stammen aus dem Fragenkatalog zur "Social Media Disorder Scale" (van den Eijnden et al., 2016). In Bild zu sehen ist die Frage mit Überschrift und im Hintergrund ein junger Mann, der ein Smartphone hält und einen Laptop neben sich stehen hat.
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Wenn du mehr als fünf der neun Fragen eindeutig mit "Ja" beantworten kannst, solltest du das Smartphone besser öfter aus der Hand legen.

Die Fragen stammen aus dem Fragenkatalog zur Social Media Disorder Scale, den niederländische Wissenschaftler 2016 erstellt haben. Alle Fragen findest du im Artikel "The Social Media Scale".

Einen ausführlicheren, deutschsprachigen Test findest du auf der Webseite von Erste Hilfe Internetsucht.

Hilfe bei Internetsucht Hilfe finden Betroffene online auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.bzga.de.

Die Webseite www.ins-netz-gehen.de richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.

Auf www.erstehilfe-internetsucht.de findest du Hilfsangebote in ganz Deutschland.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 01. März 2018 | 19:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. März 2018, 10:02 Uhr

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