Es wird laut... Zehn Fakten über Lärm

Figur eines Bauarbeiters mit Presslufthammer im Ohr einer jungen Frau
#2 Lärm erfahren wir direkt oder indirekt. Direkten Lärm kennen wir als sehr laute Geräusche: Presslufthammer und startende Flugzeuge. Indirekter Lärm muss nicht so laut sein, wirkt aber über lange Zeit auf uns ein, wie eine viel befahrene Straße vor der Haustür. Bildrechte: IMAGO
Ein von hinten zu sehender Bauarbeiter, der einen Bauhelm und einen Gehörschutz trägt, steht vor einem Kran.
#1 Lärm ist das störende Geräusch. Es umfasst eine subjektive und eine physikalische Komponente. Geräusche in Form von Schallwellen erreichen unsere Ohren und werden in Signale an unser Gehirn verarbeitet. Den Schalldruck kann man messen und in Dezibel beschreiben. Geräusche passieren jedoch nicht unkommentiert unser Gehör. Es ist erst unsere subjektive Einstellung zu den Geräuschen, die sie zu Lärm machen: Lärm nervt. Bildrechte: Colourbox.de
Figur eines Bauarbeiters mit Presslufthammer im Ohr einer jungen Frau
#2 Lärm erfahren wir direkt oder indirekt. Direkten Lärm kennen wir als sehr laute Geräusche: Presslufthammer und startende Flugzeuge. Indirekter Lärm muss nicht so laut sein, wirkt aber über lange Zeit auf uns ein, wie eine viel befahrene Straße vor der Haustür. Bildrechte: IMAGO
Lichtspuren von fahrenden Autos auf einer nächtlichen Straße.
#3 Lärm nervt. Repräsentative Umfragen des Umweltbundesamtes zeigen, dass sich bis zu drei Viertel der Deutschen von Straßenverkehrslärm belästigt oder gestört fühlen. Immerhin 60% sind von Lärm durch Nachbarn genervt. Und etwa jeder Dritte stört sich an Flug- und Schienenverkehrslärm. Bildrechte: Colourbox.de
Motorradfahrer in Bewegung.
#4 Lärm betrifft uns wirklich. Aktuelle Zahlen aus den Bundesländern zeigen, dass etwa drei Millionen Menschen nachts in einer Weise von Straßenverkehrslärm betroffen sind, die gesundheitliche Schäden verursachen können. Knapp zwei Millionen sind es durch Schienenverkehr. Und fast 30.000 durch Fluglärm. Bildrechte: Colourbox.de
Ein Verkehrsflugzeug fliegt in geringer Höhe über ein Wohnhaus.
#5 Lärm macht krank. Das zeigen verschiedene Studien seit Jahrzehnten. Chronischer Lärm stört unsere Konzentration und unseren Schlaf und löst dadurch Stresshormone aus. Dauerhafter Stress führt zu erhöhten Blutzuckerspiegeln. Am Ende kann Lärm zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Herzschwäche führen. Auslösewerte sind laut aktuellem wissenschaftlichen Stand Schallpegel zwischen 50 und 60 Dezibel. Bildrechte: Colourbox.de
Ein Mann liegt im Bett und hält sich mit dem Kopfkissen die Ohren zu.
#6 Lärm kann depressiv machen. Studien zeigen, dass die Geräusche der verschiedenen Verkehrsarten das Risiko für unipolare Depressionen erhöhen, wenn man ihnen dauerhaft ausgesetzt ist. Desinteresse, gedrückte Stimmung und Antriebsschwäche können Folgen von Verkehrslärm sein. Bildrechte: IMAGO
Geld und Spielzeug
#7 Lärm ist teuer. Lärm verursacht externe Kosten, die auf normalen Rechnungen fehlen. Immobilien, die in lauten Gegenden sind, sind weniger wert. In besonderer Weise entstehen Kosten aber auch durch die medizinische Behandlung der Lärmfolgen. Es gibt Schätzungen, die den Preis des Lärms auf etwa 15 Euro für das durchschnittliche deutsche Auto beziffern. Bei mehr als 46,5 Millionen Pkw in Deutschland immerhin fast 700 Millionen Euro: pro Jahr. Bildrechte: MDR/Max Heeke
Straßenverkehr
#9 Mach's leiser. Auch auf politischer Ebene kann jeder Bürger aktiv werden. Aktuell (bis zum Sommer 2018) müssen Städte und Gemeinden wieder Aktionspläne gegen Lärm erarbeiten, bei denen sich Bürger einbringen können. Auf den Webseiten der Städte und in Rathäusern müssen laut EU-Gesetz Informationen zur Beteiligung aushängen. Es gibt in vielen Städten und Gemeinden Bürgerinitiativen, die sich gegen Lärm einsetzen. Bildrechte: MDR/Max Heeke
Robert Koch im Jahre 1884
#10 Lärm ist ein altes Problem: Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gründeten sich in den USA und Europa erste Gesellschaften gegen den Lärm. 1910 schrieb der Seuchenforscher Robert Koch über die störenden Geräusche: "Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest“. Bildrechte: Robert Koch-Institut
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