Vor der Arnstadt liegt die Johann-Sebastian-Grundschule: Vor ihr parken zu viele Autos.
Bildrechte: MDR JUMP

Zu viele parkende Autos vor der Schule in Arnstadt

05.08.2018 | 09:00 Uhr

Mitten in der historischen Altstadt von Arnstadt liegt die Johann-Sebastian-Grundschule. Ein bisschen eng und verwinkelt ist es hier, vor der Schule Kopfsteinpflaster und viele, viele Autos. Und genau die sind ein Problem.

Vor der Arnstadt liegt die Johann-Sebastian-Grundschule: Vor ihr parken zu viele Autos.
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Mutter Jessica Köhler erklärt das Problem:

Viele wollen vor der Tür parken, was nicht möglich ist, weil es natürlich auch wenig Parkplätze gibt. Und die Kinder laufen zwischen den Autos hindurch. Ich habe auch schon selber erlebt, dass ein Kind angefahren wurde. Ist aber zum Glück nichts passiert.

Für Jessica Köhler und andere Eltern ist klar: Hier muss etwas passieren.

Die Kinder haben keinen konkreten Plan, wo sie sicher über die Straße kommen können. Und das wollen wir gerne ändern. Wir wünschen uns gerne einen Zebrastreifen, denn das kennen die Kinder, das kann man üben mit Schülerlotsen und so weiter.

Frau Köhler, Herr Reinhardt und Leiter der zuständigen Straßenbehörde Jörg Baumann.
Jessica Köhler und Klaus Reinhardt sowie Leiter der zuständigen Straßenbehörde Jörg Baumann. Bildrechte: MDR JUMP

Gleicher Meinung ist auch Vater Klaus Reinhardt. Aber er sieht auch noch ein zweites Problem: "Da ist natürlich auch ein Teil davon die Eltern gefragt. Weil hier oben ist dann auch immer regelmäßig das absolute Chaos, weil alle Eltern die Kinder dann am besten vor die Tür fahren. Da muss mit Sicherheit auch etwas dagegen getan oder Aktion werden." Eine gut sichtbare Stelle zum Überqueren der Straße und weniger Verkehr zu den Stoßzeiten - das wünschen sich die beiden Eltern. Und haben beispielsweise das Projekt Zebrastreifen bereits angestoßen. Bisher ohne Erfolg.

Die Lösung

Es gibt viele Vorschläge vom zuständigen Amt: Man könne sich einen Hubbel auf der Straße vorstellen, damit die Autos langsamer fahren. Auch eine Geschwindigkeitsanzeige solle installiert werden und eine Hol- und Bringzone für die Eltern im Umfeld der Schule eingerichtet werden, so dass die Straße vom Verkehr entlastet wird. Ein Fußgängerüberweg gehe allerdings nicht, erklärt Jörg Baumann von der Stadtverwaltung:

Wir haben uns mit dem Thema ja auch schon lange auseinander gesetzt und auch geprüft, ob da ein Zebrastreifen die richtige Lösung wäre. Wir sind aber davon abgekommen. Man muss eine Stelle finden, an der die Kinder gebündelt die Straße queren, das haben wir ja hier nicht. An allen möglichen Stellen in der Gasse wird die Straße überquert, sodass eine Bündelung auch einen speziellen Punkt eher unwahrscheinlich ist.

Jessica Köhler ist damit soweit zufrieden:

Ich finde das mit den Hol- und Bringzonen sehr gut, glaube aber trotzdem nicht, dass es die Situation hier beim Übergang entschärft.

Der Wunsch nach einem Zebrastreifen bleibt allerdings. Wann das nun alles umgesetzt wird, ist noch völlig unklar. Erstmal müssen die Vorschläge im Stadtrat beschlossen werden, dann muss die Finanzierung geklärt werden.

MDR JUMP wird nächstes Jahr diese Schule wieder besuchen und schauen, ob sich die Situation langfristig verbessert hat und die Pläne umgesetzt wurden.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Vormittag | 06. August 2018 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. August 2018, 08:55 Uhr