Probleme mit der Bushaltestelle in Neusörnewitz
Bildrechte: MDR JUMP

Keine Bushaltestelle in Neusörnewitz

05.08.2018 | 09:00 Uhr

Neusörnewitz ist ein kleiner Ortsteil von Coswig bei Meissen. Wer hier wohnt, ist umgeben von Feldern und ganz viel Natur. Das Problem: Es gibt keine richtige Bushaltestelle für die Schüler.

Probleme mit der Bushaltestelle in Neusörnewitz
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Mutter Manuela Franke erklärt, warum die fehlende Bushaltestelle ein Problem ist:

Die Schulkinder steigen früh da ein und es gibt keinerlei Unterstellmöglichkeiten - gerade im Winter oder wenn es regnet. Die sind durchnässt und durchgefroren.

Immerhin - seit rund einem dreiviertel Jahr gibt es überhaupt eine gepflasterte Haltestelle. Vorher standen die Schulbuskinder am Feldrand - direkt an der Straße. Richtig gut ist die Situation aber jetzt auch noch nicht, wie die 11-jährige Michelle berichtet:

Morgens finde ich es schon ganz schön blöd. Vor allem, wenn es regnet. Wenn die Autos vorbei kommen, werden wir auch ganz häufig nass. Und nachmittags hält der Bus auch häufig in der Hecke. Und manchmal auch so eng, dass wir gar nicht richtig zur Bushaltestelle laufen können. Das finde ich blöd.

Und das führt direkt zu Problem zwei: in der Gegenrichtung gibt es bisher noch keine wirkliche Haltestelle. Ein Loch in der Hecke muss zum Aussteigen reichen. Aber auch das ist noch nicht alles.

Wir haben keinen richtigen Fußgängerweg. Ich finde das gefährlich, weil manchmal stehen hier auch Autos. Und wenn wir um die rum laufen, wenn wir nach Hause gehen, dann sieht uns das Auto, das aus der entgegengesetzten Richtung kommt, gar nicht.

Gerade für Schulanfänger ist das gefährlich. Deshalb wünscht sich Michelle, "dass auf beiden Seiten ein Fußweg ist. Und dass wir auch ein Bushäuschen bekommen für schlechtes Wetter. Weil wir stehen immer bei jedem Wetter draußen. Ohne Bushäuschen, ohne Schutz."

Die Lösung

Zuständig dafür, dass jetzt vor Ort etwas passiert, ist Olaf Lier von der Stadtverwaltung Coswig. Ihm ist klar: Es muss eine ordentliche Haltestelle gebaut werden. Allerdings ist momentan noch nicht geklärt, was genau baulich passieren soll:

Chef des Ordnungsamts Herr Lier zeigt den Kindern wie ein mobiles Bushäuschen aussieht.
Chef des Ordnungsamts Olaf Lier zeigt den Kindern wie ein mobiles Bushäuschen aussieht. Bildrechte: MDR JUMP

Die Krux daran ist, dass zwischen Straße und anliegendem Feld nicht so viel Platz ist. Man hat dort also 1,80 Meter oder zwei Meter knapp - da muss die Haltestelle hin. Des Weiteren wird die S84 in unmittelbarer Nähe umgebaut und es kommen noch Baumaßnahmen auf uns zu. Wir wollen jetzt versuchen, die Haltestelle an eine Stelle zu bauen, wo sich nicht viel ändern wird. Sodass sie dort dauerhaft verbleiben kann.

Das Ziel ist jedoch klar: Noch dieses Jahr soll eine Bushaltestelle gebaut werden. Und auch für die gegenüberliegenden Straßenseite, wo die Kinder quasi aus dem Bus in die Hecke steigen, gibt es eine Lösung:

Wir haben einfach historisch entstanden Wohngrundstücke mit einer üppigen Hecke, die raus auf die Straße rauswächst. Die ist inzwischen schon mal zurückgeschnitten worden, wird auch noch weiter zurück geschnitten, damit da auch noch Platz ist, dass man am Straßenrand langgehen kann. Langfristig müssen wir da allerdings einen ordentlichen Fußweg bauen. So wie wir das jetzt schon vor den neuen Häusern gemacht haben.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP | 08. August 2018 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. August 2018, 08:55 Uhr