Nimmt durch Autofahren die Intelligenz ab?

07.01.2020 | 05:20 Uhr

Beim Autofahren immerzu aufregen und stupide vor sich hinfahren - da könnte man meinen, dass ein paar Gehirnzellen verloren gehen. Aber stimmt das wirklich? Wir haben einen Experten gefragt!

Autofahrer hinterm Steuer
Bildrechte: IMAGO images / Westend61

Britische Wissenschaftler behaupten, dass sich stundenlanges Autofahren negativ auf die Intelligenz auswirkt. In der Studie von 2017 stellten die Wissenschaftler der University of Leicester fest, dass mehr als zwei Stunden am Tag Autofahren, die Intelligenz reduziert. Bestseller Autor Volker Kitz hat sich die Ergebnisse genauer angeschaut:

Einen sogenannten "Stinkefinger" zeigt   ein Autofahrer aus seinem Auto.
Bildrechte: dpa

Man hat eine ganze Reihe von Leuten über fünf Jahre hinweg untersucht und einige fuhren jeden Tag zwei bis drei Stunden Auto. Da war die Erkenntnis: Bei denen nimmt der Intelligenzquotient im Laufe der Zeit ab.

Aber was kann die Ursache dafür sein?

Die Erklärung ist unklar. Man geht davon aus, dass es ein bisschen stumpf macht, wenn man dieselbe Strecke fährt. Es kann aber auch sein, dass das Autofahren stresst und müde macht - und das man deswegen etwas unkonzentrierter ist. Die Lösung könnte sein, dass man immer mal die Strecke ändert oder sich mit seinem Beifahrer unterhält, also aus der Routine ein bisschen raushält.

Ein Autofahrer schimpft aus dem geöffneten Fenster heraus.
Bildrechte: imago/Rolf Kremming

Für die Studie wurden 500.000 Briten im Alter von 37 bis 73 Jahren über fünf Jahre lang untersucht. Sie mussten Intelligenz- und Gedächtnistests machen.

Die MDR JUMP Morningshow sagt dem Halbwissen den Kampf an und prüft jeden Morgen um 05:20 Uhr und 07:20 Uhr die verrücktesten Internetmythen. Gemeinsam mit Experten checken Sarah und Lars den Wahrheitsgehalt der Behauptungen und klären am Ende: Ist die Behauptung Fakt oder Fake!?

Dieses Thema im Programm Die MDR JUMP Morningshow | 07. Januar 2020 | 05:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Januar 2020, 05:20 Uhr

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