Vorschlafen hilft, um kurze Nächte auszugleichen

zuletzt aktualisiert: 27.12.2019

Sarah und Lars aus der MDR JUMP Morningshow prüfen jeden Morgen um 05:20 Uhr und 07:20 Uhr Internetmythen auf ihren Wahrheitsgehalt. Gemeinsam mit Experten wird eine wilde Behauptung aus dem Netz unter die Lupe genommen: Ist es ein Fakt oder nur ein Fake?

Eine junge Frau liegt im Bett und gähnt.
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Für viele ist Schlafmangel der blanke Horror: Die Konzentration leidet, man reagiert schnell gereizt und ist weniger belastbar. Dabei gibt es scheinbar einen Geheimtipp für alle, die eine lange Feier planen, verreisen oder im Schichtdienst arbeiten müssen.

Die Behauptung

Vorschlafen hilft, um kurze Nächte auszugleichen.

Fakt oder Fake?

Doch funktioniert das wirklich? Buchautor und Schlafexperte Hans-Jürgen Weeß kennt das Gerücht:

Vorschlafen funktioniert nur sehr, sehr bedingt. Wir können nicht überschlafen, weil wir so eine Art Schlafkonto haben. Wenn das voll ist, sind wir wach und das weiterschlafen fällt schwer. Wenn wir aber wissen, dass eine anstrengende Zeit vor uns liegt und wir nur wenig Schlaf bekommen, dann können wir nicht einfach in der einen Woche mehr schlafen, um dann in der anderen Woche gut durchzukommen.

Funktioniert das Vorschlafen wenigsten kurzfristig?

Wenn jemand beispielsweise eine Nachtschicht hat, empfehle ich durchaus, sich vorher ein oder zwei Stunden Schlaf zu gönnen, um so den bereits aufgebauten Schlafdruck des Tages abzubauen. Dann fällt es einem leichter durch die Nacht zu kommen - man ist leistungsfähiger und ausgeglichener.

So schön es auch wäre, das Märchen vom Vorschlafen ist nur ein Fake.

MDR JUMP Morningshow - Sarah & Lars - Fakt oder Fake
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Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 30. Dezember 2019 | 05:20 Uhr

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