Adventskalender selber machen und befüllen: Schöne Last-Minute-Ideen

Morgens gleich zum Adventskalender und schauen, was drin ist! Darauf freuen sich Kleine und Große in der Weihnachtszeit. Wurde der Adventskalender von den Liebsten gebastelt und gefüllt, ist die Freude meist noch größer.

Junge öffnet ein Türchen an einem selbst gestalteten Adventskalender (Symbolfoto)
Bildrechte: IMAGO / Westend61

Viele Weihnachtsfans fiebern seit Wochen auf diesen Tag hin. Am 1. Dezember können sie endlich das erste Türchen an ihrem Adventskalender öffnen. Das kann einer der zahlreichen schönen klassischen Kalender mit Schokolade oder bunten Überraschungen sein, die es im Handel oder online gibt. Etwas persönlicher sind aber Adventskalender, die Eltern, Freunde und Partner für ihre Lieben selbst basteln und befüllen. Dafür bleibt nicht mehr so viel Zeit. Mit unseren Tipps klappt das aber auch Last Minute.

Selbst gebastelt: Die goldene Variante

Diese Variante sieht ein klein wenig festlicher aus als die kleinen Säckchen oder Tütchen, die klassischerweise an einer Schnur aufgehängt werden. Der Adventskalender braucht ein paar Stunden Vorbereitungszeit und kann auch gern mit den kleinen Weihnachtsfans zusammen gebastelt werden.

Das braucht ihr:

  • 24 kleine und große Gläser mit Deckel
  • Goldspray aus dem Baumarkt
  • festliche Weihnachtsservietten oder Geschenkpapier (das reißt allerdings etwas schneller als Servietten)
  • Schleifen für Geschenke
  • kleine Dekokleber
  • Stift, Kleber und Schere

So geht’s:

Goldener Adventskalender
Bildrechte: MDR JUMP

Die für den Kalender nötigen Gläser finden sich mit etwas Suchen im eigenen Altglas oder können bei den Nachbarn oder Freunden erfragt werden. Zuerst kommen die Deckel dran, weil die noch trocknen müssen. Sie werden mit dem Goldspray lackiert. Vorsicht: Nicht zu viele Schichten auf einmal auftragen, sonst gibt es hässliche „Laufnasen“. Dann besser nochmal ein paar Stunden trocknen lassen und erneut mit Lack besprühen. Die Gläser werden dann mit den Servietten oder mit dem Geschenkpapier umwickelt. Das sichert Kleber und eine Schleife am oberen Teil des Glases gegen Abrutschen. Dann kann das Glas befüllt werden. Die Deckel können noch mit Glitzerstickern, Weihnachtsaufklebern und natürlich mit den Zahlen 1 bis 24 dekoriert werden.

Kann prima gemeinsam gestaltet werden: Eulen-Adventskalender

Mit den großen Kulleraugen begeistert der Eulen-Adventskalender sicher jedes Kind. Ob die Eulen dabei ein hübsches goldenes oder knallbuntes Gefieder tragen, können die Kinder selbst entscheiden. Der Eulen-Adventskalender eignet sich nämlich gut, um ihn mit Kindern zusammen zu basteln.

Das braucht ihr:

  • 24 Brotpapiertüten
  • weißes Papier
  • schwarzes Papier
  • buntes Papier
  • kleine Klammern
  • Stift, Zirkel, Lineal, Kleber und Schere

So geht’s:

Zuerst misst man die Breite der Brottüten, um zu wissen, wie breit das bunte Papier für den Bauch der Eule sein muss. Dann wird ein Halbkreis von der unteren Kante nach oben gezeichnet und dieser ausgeschnitten. Den Bauch klebt man mit der geraden Kante bündig vom Boden nach oben an die Papiertüte. Dann werden 48 große Kreise auf das weiße Papier und kleine Kreise auf das schwarze Papier aufgemalt. Alternativ zum Zirkel können dafür auch Klebebandrollen oder Münzen zum Abmessen eingesetzt werden. Daraus entstehen die Augen der Eule. Zum Falten der Papiertüte werden die beiden Ecken der Tüte von oben jeweils nach unten gefaltet. So entsteht ein Dreieck, das nach unten geklappt und nach dem Befüllen mit einer Klammer befestigt wird. Nach dem Aufkleben der Augen können die Eulen noch verziert und die 24 Zahlen aufgemalt werden.

Klein aber fein: Der Adventskalender aus Streichholzschachteln

Mit dem Streichholz-Adventskalender kann man mit Kleinigkeiten Weihnachtsfans eine Freude machen. Aufgeklebt auf einem Pappkarton kann man den selbstgestalteten Kalender auch an die Wand hängen.

Das braucht ihr:

  • 24 Streichholzschachteln
  • buntes Papier
  • Schere, Kleber, Lineal
  • Dekosternchen und Glitzer
  • wenn gewünscht: 1 Pappkarton

So geht’s:

24 Rechtecke auf buntes Papier aufmalen und ausschneiden. Für die Standard-Streichholzschachteln müssen die Rechtecke 5,5 cm x 8,5 cm groß sein. Diese werden dann einfach um die Streichholzschachtel geklebt und können dann mit weiteren Deko-Elementen und den Zahlen verziert werden. Zum Schluss können die Streichholzschachteln dann auf einen Pappkarton aufgeklebt werden, den man ebenfalls gestalten kann.

Edel und trotzdem schnell fertig: Die Foto-Variante

Wenn man keine Zeit hat, einen komplizierten Kalender zu basteln, ist ein Adventskalender aus Fotos eine schöne und schnelle Variante. Diese Photobox-Variante im großen Bilderrahmen ist sehr persönlich und sehr schick zugleich.

Das braucht ihr:

  • 24 schöne Fotos aus dem Jahr auf dem Smartphone
  • Marker oder Glitzerstifte
  • Drogeriemarkt
  • Bilderrahmen
  • Etwas fester Karton
  • Faden
  • Kleine Klammern

So geht’s:

Polaroids einer Familie
Bildrechte: IMAGO / agefotostock

In vielen Drogeriemärkten lassen sich die Fotos vom Smartphone oder vom Stick auch in einer schönen Retrovariante ausdrucken. Mit einem weißen Rahmen wirken sie wie die alten Polaroids. Für jedes Foto wird ein kleines Rechteck aus Karton geschnitten. Das kann je nach Wunsch kleiner, halb so groß oder größer als das Foto sein. Wichtig ist natürlich die Zahl, die mit Glitzerstift etwas festlicher aussieht. Im Bilderrahmen werden Schnüre angebracht und an die kommen dann mit den kleinen Klammern die Fotos und die Rechtecke. Jeden Tag kann dann ein Rechteck über einem Foto abgenommen werden.

Zum Einkuscheln für die Weihnachtszeit: Der Buchadventskalender

Viele freuen sich auch auf die Zeit bis Heiligabend, weil sie es sich mit ein paar guten Büchern an der warmen Heizung oder unter der Kuscheldecke gemütlich machen können. Oder weil Mama und Papa sich Zeit fürs Vorlesen nehmen. Im Kalender müssen keine dicken Bücher sein und auch keine Weihnachtsbücher. Wenn die persönlich ausgesucht wurden, machen sie viele Leseratten glücklich.

Das braucht ihr:

  • 24 Bücher
  • Geschenkpapier und Schleifen
  • Marker oder Glitzerstifte

So geht’s:

Als Geschenk verpackte Bücher
Bildrechte: IMAGO / Shotshop

Im Buchladen des Vertrauens gibt es immer auch schmale, günstige und trotzdem gute Schmöker für die Weihnachtszeit. Auch in Antiquariaten und Give-Away-Boxen kommt man schnell und günstig an gute Bücher. Wer bei den Kollegen, der Familie und Freunden nachfragt, erhält oft sehr schnell einen kleinen aber feinen Stapel Bücher. Viele sind froh, wenn sie mal im eigenen Regal etwas Platz schaffen können und andere Bücherfans glücklich machen. Im Bücher-Adventskalender kann zudem das eine oder andere dicke Buch drin sein, mit dem vielleicht etwas vom Wunschzettel erfüllt wird. Die Bücher werden dann verpackt, mit den Zahlen gekennzeichnet und dann mit einer großen Schleife zusammengebunden. Die kann dann jeden Tag geöffnet und dann wieder verknotet werden.

Für Unterhaltung: Die digitale Variante

Natürlich gibt’s im Jahr 2021 auch digitale Adventskalender als App auf dem Smartphone. Die sind vielleicht nicht sehr persönlich. Spaß machen sie trotzdem und sind auch eine Abwechslung zum Schoko-Kalender aus dem Supermarkt. Es spricht auch nichts dagegen, Schoki- und digitale Variante gemeinsam zu schenken. Das Online-Magazin inside digital hat eine Übersicht der besten digitalen Adventskalender zusammengestellt. Dazu gehören Apps, die 24 kleine Gratis-Spiele für die Weihnachtszeit anbieten. Andere liefern hinter jedem Türchen ein Rezept, einen Bastelvorschlag oder ein Quiz. Natürlich gibt es auch Adventskalender-Apps, die personalisiert werden können. Inside digital empfiehlt dafür das kostenlose MyAdvent. In dem digitalen Adventskalender können eigene Fotos, Sprüche oder auch YouTube-Videos eingefügt werden.

Dieses Thema im Programm DIE MDR JUMP Morningshow | 29. November 2021 | 05:20 Uhr

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