Brot backen mit Tee? Das geht!

Tee ist nicht nur eine gute Wärmequelle an einem kalten Wintertag. Solltet ihr ein paar Beutel übrig haben, könnt ihr damit sogar kochen und backen. Wie zum Beispiel dieses Vollkornbrot mit Grüntee.

Backen geht auch mit Tee
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Man steht vor dem Fenster und guckt sich den Regen oder den Schnee draußen an. In der Hand hat man eine schöne, heiße Tasse Tee. Herrlich, oder? Aber darf der Tee überhaupt so heiß sein? Was ist denn die perfekte Temperatur? Und wie lange muss ein Tee wirklich ziehen? Zusammen mit Teesommelier Daniel Mack haben wir ein paar Irrtümer und Mythen aufgeklärt. Seit 15 Jahren arbeitet er im deutschen Teehandel und ist bei TeeGschwendner verantwortlich für den Einkauf der Tee-Rohwaren aus aller Welt.

Ziehzeit und Koffein

Den Spruch "Drei-Minuten-Tee macht wach, Fünf-Minuten-Tee müde" dürfte wohl so ziemlich jeder von uns kennen. Was steckt dahinter? Daniel Mack kennt die Antwort:

Nach fünf Minuten ist das Koffein, das im Tee enthalten ist, ja nicht einfach weg. Das sagt nicht nach drei Minuten: ,Tschüss, ich muss los!´ Wir haben dann sogar noch etwas mehr Koffein.

Durch die längere Ziehzeit verzögern sekundäre Pflanzenstoffe wie Gerbstoffe und Tanine jedoch die Aufnahme des Koffeins. Menschen, die hypersensibel gegenüber der Aufnahme von Koffein sind, sollten lieber zu Kräuter- und Früchtetees greifen, so der Teesommelier weiter.

Die richtige Temperatur

Was die Temperatur angeht, ist das ja auch so eine Sache. Man gießt sich eine Tasse Tee ein und will sie kurz abkühlen lassen. Eine halbe Stunde später findet man den längst vergessenen Tee wieder. Sollte man den jetzt überhaupt noch trinken? Da kommt es auf den Tee an, weiß Daniel Mack:

Bei einem schwarzen oder grünen Tee würde ich noch mal eine neue Tasse machen. Bei Kräuter- und Früchtetees kann es tatsächlich noch passabel schmecken. Nach einer halben Stunde ist der Tee ja aber schon kalt und das ist dann Geschmackssache. Im Zweifel macht man einen Eistee draus.

Dabei spielt die Temperatur besonders bei grünem Tee eine große Rolle.

Grüner Tee in Teeschalen
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Die meisten Menschen, die keinen Grüntee mögen, haben ihn zu heiß aufgegossen. Ab 80 Grad Celsius lösen sich Bitterstoffe und dann wird er etwas herber. Ansonsten gilt bei allen anderen Tees kochendes Wasser.

Dabei kann man Tee überall dort verwenden, wo Geschmack gewünscht ist. Also auch beim Backen und Kochen. Der Teesommelier hat ein Rezept mitgebracht, das von der Foodbloggerin Geneviève für sein Unternehmen entwickelt wurde.

Vollkornbrot mit Grüntee

Das braucht ihr:

  • 100g Dinkelmehl
  • 220g (Dinkel-) Vollkornmehl
  • 80g Hanfmehl (Hanfprotein) ansonsten mehr Mehl (oder Kürbiskernprotein/ Protein eurer Wahl)
  • 100ml Kefir oder Buttermilch
  • 200ml starker Grüner Tee (lauwarm)
  • 1,5 TL Salz
  • 2 TL Trockenhefe (oder Backpulver)
  • Messerspitze Kümmel (wer mag)
  • 40-60g Samen, Flocken, Kerne nach Wahl

Und so geht's:

  1. Trockene Zutaten miteinander vermengen.
  2. Danach die feuchten Zutaten unterrühren und zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  3. An einem warmen Ort ca. 30min gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
  4. In eine Brot- oder Kastenform geben (bestmöglich aus Silikon) und nach Wunsch mit Samen, Flocken oder Kernen bestreuen.
  5. Im vorgeheizten Ofen ca. 50min bei 180 Grad Umluft backen.
  6. Schmecken lassen!

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 25. Januar 2022 | 15:10 Uhr

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