Vater von Britney Spears nicht länger Vormund

Es ist ein großer Erfolg in dem Kampf, den die Sängerin seit einigen Jahren führt. Jamie Spears ist nicht länger Vormund seiner Tochter, Britney Spears. Wie es für sie nun weitergeht, erfahrt ihr hier.

Britney Spears
Bildrechte: dpa

Ein Gericht in Los Angeles hat die Entscheidung gefällt, auf die Fans von Popstar Britney Spears und auch sie selbst lange gewartet haben: Ihr Vater, Jamie Spears, ist nach 13 Jahren nicht länger ihr Vormund. Die Richterin Brenda Penny sagte, dass dies „im besten Interesse“ von Britney sei. Die aktuelle Situation sei „unhaltbar“, das Umfeld der Sängerin bezeichnete sie sogar als „toxisch“. Sie ist ihrer Freiheit und einem selbstbestimmten Leben damit ein deutliches Stück nähergekommen.

Nun hat sie vorübergehend einen neuen Vormund

Komplett frei leben, kann die Pop-Ikone trotz dieser Entscheidung noch nicht. Die Richterin setzte einen vorübergehenden Vormund ein, der sich bis zum nächsten Gerichtstermin um ihre Finanzen kümmert. Das hatten auch Britneys Anwälte so gefordert. Die „New York Times“ berichtete, dass sich nun der Buchhalter John Zabel als Vormund um ihr Geld kümmere.

Bis zum nächsten Gerichtstermin dauert es noch über einen Monat. Am 12. November geht es dann um die Frage, ob Spears überhaupt noch einen Vormund braucht – oder, ob die Vormundschaft über sie vollständig beendet werden kann. Die Sängerin selbst war bei diesem Termin nicht anwesend, dafür aber hunderte ihrer Fans. Als sie von dem Urteil erfuhren, brachen sie in Applaus und Jubel aus. Britney postete währenddessen ein Video aus dem Cockpit eines kleinen Flugzeugs und schrieb, dass sie „im siebten Himmel“ sei.

Ihr Vater, Jamie Spears, war seit 2008 Vormund seiner Tochter, die aber immer häufiger gefordert hatte, ihr Leben zurück haben zu wollen. Das schilderte sie auch in einer rund 23 Minuten langen Stellungnahme vor Gericht. In einem emotionalen Plädoyer flehte sie das Gericht an, „befreit“ zu werden.

Wurde Britney jahrelang überwacht?

Die turbulente Reise nahm mit diesem Statement jedoch kein Ende. Erst vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Britney Spears anscheinend jahrelang massiv überwacht wurde. Von Privatsphäre ist laut den Anschuldigungen einer neuen Doku von der „The New York Times“ keine Spur. In ihrem Schlafzimmer soll ein Abhörgerät angebracht worden sein, während auch ihre Nachrichten und der Browserverlauf unter Beobachtung standen. Britneys Anwalt drohte nun, dass es mögliche rechtliche Konsequenzen für Jamie Spears geben könnte. Der #freebritney-Kampf ist also offenbar noch nicht vorbei.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 30. September 2021 | 12:45 Uhr

Aktuelle Themen von MDR JUMP