Mit 4.000 Teilnehmern: Corona-Studie zu Großveranstaltungen geplant

Veranstalter von Festivals, Konzerthallen, Kinos und Theater sind am härtesten von den Corona-Einschränkungen betroffen. Sachsen will erste Großveranstaltungen ab September ermöglichen, dazu aber vorher testen.

Eingangsbereich der Quarterback Immobilien Arena (Archivbild von 2003)
Bildrechte: imago images / Köhn

Mit einer großangelegten Studie soll herausgefunden werden, wie in Zukunft wieder Großveranstaltungen stattfinden können. Das sagte die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstag bei MDR JUMP in der Sendung "Talk im Osten". Die Studie der Universitätsmedizin Halle in der Quarterback Immobilien Arena Leipzig mit 4.000 Teilnehmern soll im August beginnen. Petra Köpping sagte:

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) bei "MDR JUMP - Talk im Osten"
Bildrechte: Hagen Wolf / MDR JUMP

Wir wollen sehen, unter welchen Umständen wir wieder Großveranstaltungen machen können. Das machen wir eben genau, damit man nicht leichtfertig Entscheidungen absagt oder trifft. Es soll eine wissenschaftliche Grundlage geben.

Die Studie soll in der kommenden Woche offiziell vorgestellt werden. Mit Ergebnissen rechnet die Sozialministerin ab September. Petra Köpping sagte in der Talkshow weiter:

Ich hatte letzte Woche einen Termin in Chemnitz mit den Eventunternehmern. Das ist tatsächlich aus meiner Sicht eine der am schwersten getroffenen Branchen.

Petra Köpping hatte am Dienstag bereits angekündigt, dass Sachsen ab dem 1. September wieder Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen zulassen könnte. Bedingung sei, dass eine Kontaktnachverfolgung aller Teilnehmer möglich ist. Dafür müssten die Gäste personalisierte Daten hinterlassen. Die neue Corona-Schutzverordnung will das Kabinett am nächsten Dienstag beschließen. Sie gilt dann vom 18. Juli bis 30. August. In der Verordnung solle möglicherweise auch die Abstandsregel für Kinos und Theater abgeschafft werden, so Petra Köpping bei MDR JUMP. Auch dafür sei die Nachverfolgung Voraussetzung, Gäste müssten ihre Adressen hinterlegen.

Für "MDR JUMP – Talk im Osten" (9. Juli, 20.00 bis 21.00 Uhr) hatten Morningshow-Moderatorin Sarah von Neuburg und Christian Bollert von der Initiative #wirsindderOsten mit vier namhaften Gästen darüber gesprochen, wie Ostdeutschland mit den Folgen der Corona-Krise umgeht. In der Talkshow waren neben Sachsens Sozialministerin Petra Köpping der Ostbeauftragte der Bundesregierung Marco Wanderwitz (CDU), Matthias Winkler, Geschäftsführer der Leipziger Konzertagentur MAWI und die "Zeit"-Autorin und Influencerin Valerie Schönian zu Gast.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP-Talk im Osten: Wie gut kommen wir aus der Corona-Krise? | 09. Juli 2020 | 20:00 Uhr

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