Deutsche Brieftaubenzüchter sind Weltmeister

22.11.2019 | 11:29 Uhr

Deutschland ist Weltmeister: Die Brieftaubenzüchter haben sich mit ihren gefiederten Freunden gegen 24 teilnehmende Nationen behauptet.

Taube
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Es muss ein harter Wettkampf gewesen sein. Die fliegenden Athleten mussten sich unter anderem in einem Rennen über 500 Kilometer behaupten. Insgesamt drei Distanzflüge mussten absolviert werden. Die Siegerehrung wird bei der Brieftauben-Olympiade 2021 in Rumänien stattfinden.

Es ist ein toller Erfolg für die deutschen Brieftaubenzüchter. Die haben vor allem mit Nachwuchsproblemen bei den Züchtern zu kämpfen haben, sagt Thomas Dümmermann, Redakteur bei der Verbandszeitung "Die Brieftaube":

Vor 15 Jahren gab es bundesweit rund 60 000 Züchter, heute sind es noch 30 000. Und es geht weiter abwärts.

Aber nicht überall haben Brieftaubenzüchter Nachwuchsprobleme. Gerade in China - dem Austragungsland der diesjährigen WM - sind Brieftauben sehr beliebt. Dort sind die gefiederten Tiere gefeierte Statussymbole. Kürzlich hat ein Geschäftsmann eine Brieftaube für 1,25 Millionen Euro gekauft. Die Tiere treten dann in großen Wettbewerben gegeneinander an. Dort werden dann - im Gegensatz zu den meisten Wettbewerben in Deutschland - teilweise hohe Preisgelder gezahlt.

Fakt ist: Das Züchten von Brieftauben hat eine lange Tradition. Deshalb will der Brieftaubenverband das Brieftaubenwesen als nationales Kulturgut anerkennen lassen. Ein erster Antrag scheiterte allerdings Ende 2018, weil er sich nicht ausreichend mit den Diskussionen um den Tierschutz auseinandergesetzt hatte.

Deutschlands Tierschützer kritisieren die Taubenzucht seit langem und wehren sich gegen die Anerkennung als nationales Kulturerbe. Schließlich würden bei Wettkämpfen unzählige Brieftauben ausgebeutet und sich dabei verletzen oder sogar sterben.

Quellen: mdr/dpa

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 22. November 2019 | 18:10 Uhr

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