#dasbewegtmich: Schlechte Nahverkehrsanbindung auf dem Land

18.10.2019 | 11:14 Uhr

Gudrun aus Bienstädt brennt ein Thema besonders unter den Nägeln. Sie wünscht sich einen besseren Nahverkehr in den ländlichen Gebieten.

Portärt von Gudrun aus Bienstädt, die braune, schulterlange Haare hat. 1 min
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MDR JUMP Fr 18.10.2019 10:39Uhr 00:44 min

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Klar, um mehr Menschen zu bewegen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren und gleichzeitig die Versorgung mit Bussen und Bahnen auf dem Land zu verbessern, gibt es kein Patentrezept. Derzeit werden dafür in Thüringen verschiedene Punkte diskutiert.

Azubis fahren günstig

Um den Nahverkehr attraktiver zu machen, wird derzeit geschaut, ob die Ticketkosten reduziert werden können. Ein Anfang dazu ist im Freistaat mit dem Azubi-Ticket schon gemacht. Mit diesem Ticket können Auszubildende nahezu landesweit mit Bus, Bahn und Straßenbahn fahren. Nur im Landkreis Greiz ist es nicht erhältlich. Das Azubi-Ticket kostet 154 Euro im Monat. Davon werden etwa 104 Euro vom Land übernommen.

Ein roter Nahverkehrszug
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Angedacht ist auch, den Nahverkehr für Kinder und Jugendliche komplett kostenfrei zu machen. Im Wahlkampf macht sich die SPD dafür stark. Die Grünen setzen in Sachen Nahverkehr auf Elektromobilität und einen kostengünstigen öffentlichen Nahverkehr mit Tagestickets für zwei Euro für Erwachsene und einen Euro für Schüler.

Nahverkehr muss ausgebaut werden

Fest steht aber auch, dass der Nahverkehr in Thüringen ausgebaut werden muss. Geplant ist vor allem, die S-Bahn auszubauen. Der Bund Umwelt und Naturschutz fordert, eine S-Bahn-Takt nach Schweizer Vorbild. Der soll regelmäßige und praktische Anschlusszeiten zwischen verschiedenen Linien ermöglichen. Das Ziel: Wartezeiten verkürzen und damit den Öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen.

Mitfahrerbänke als Ergänzung

Eine andere Möglichkeit bei fehlenden Linienbussen sind sogenannte Mitfahrerbänke, als Ergänzung zum Öffentlichen Personennahverkehr. Dort nehmen Menschen Platz, die auf eine Mitnahme im Auto hoffen, zum Beispiel im thüringischen Lödla. So eine Bank gibt es dort seit Dezember 2017.

Gute Erfahrungen mit den Mitfahrerbänken hat auch die thüringische Gemeinde Nahetal-Waldau gemacht. Vor allem Einwohner mittleren und höheren Alters würden die im Sommer 2017 aufgestellten Bänke inzwischen schon ganz gut annehmen, heißt es aus der Gemeinde.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 20. Oktober 2019 | 13:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2019, 11:14 Uhr

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