gedruckte TAN-Liste
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Neue Regeln fürs Onlinebanking: Aus für Papier-TAN-Listen

24.07.2019 | 11:47 Uhr

Der Schutz von Verbrauchern bei Internet-Einkäufen per Kreditkarte oder beim Online-Banking soll erhöht werden. Ab September 2019 müssen sich Kunden bei solchen Bankgeschäften mit zwei Authentifizierungs-Merkmalen ausweisen. Wir klären, was das für dich konkret bedeutet.

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In den Banken kommt man in diesen Tagen kaum daran vorbei: den Hinweisen auf die "Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen". Auch per Post informieren die Banken Kontoinhaber über eine Umstellungen, die für viele Kontoinhaber einen Umstellung bedeuten dürfte.

Und darum geht es: Wer bei seinen Bankgeschäften noch auf die TAN-Listen auf Papier zurückgreift, muss sich umstellen. Der Grund: Sie sind zu unsicher. Ab 14 September muss für jede Transaktion eine frisch generierte TAN genutzt werden. Damit steht die alte TAN-Liste auf Papier vor dem Aus.

Hintergrund dieser Änderung ist eine neue Sicherheitsrichtlinie der EU. Mit der "PSD2"-Richtlinie will Brüssel den Wettbewerb im europäischen Zahlungsverkehr fördern - und ihn sicherer, bequemer und billiger machen.

Außerdem: Mit "PSD2" reicht es nicht mehr, wenn Bankkunden ihre Kartendaten und Kontonummer oder Nutzername und Kennwort bei Onlinebanken eingeben. Ein zweites, andersartiges Merkmal wie ein Fingerabdruck oder eine SMS ans eigene Smartphone soll die Sicherheit zusätzlich erhöhen.

Die ab September geltende "starke Authentifizierung" erfordert mindestens zwei Merkmale: "Wissen" (etwa Passwort) und "Besitz" (etwa die Sicherheitsnummer auf der Kreditkarte) sowie "Dauermerkmal" (z.B. Fingerabdruck). Verlangt werde dies, wenn Kunden online auf das Konto zugreifen, einen elektronischen Zahlungsvorgang auslöst oder über einen Fernzugang eine Handlung vornimmt, die ein Betrugs- oder Missbrauchsrisiko in sich birgt, heißt es vom Bankenverband.

Zusätzlich wird die Haftung der Bankkunden für falsche Zahlungen gedeckelt. Für nicht autorisierte Zahlungen sollen Verbraucher grundsätzlich nur noch bis zu einem Betrag von 50 Euro haften statt bisher 150 Euro.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 24. Juli 2019 | 17:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2019, 11:47 Uhr

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