Schimmel in der Wohnung loswerden

23.03.2020 | 02:10

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MDR JUMP Mo 23.03.2020 02:10Uhr 00:59 min

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Gerade in der kalten Jahreszeit kämpfen viele Mieter und Hausbesitzer mit Schimmelflecken. Die gefährden die Gesundheit und sollten daher schnell entfernt werden. Dafür gibt es in Drogerien und Supermärkten gleich eine ganze Reihe von Antischimmel-Sprays, die aber oft echte Chemiekeulen sind. Deutlich schonender und auch preiswerter sind einige Hausmittel, die hässliche Pilze ebenfalls effektiv bekämpfen.

Wie entsteht Schimmel?

Schimmelpilze entstehen überall da, wo zu viel Feuchtigkeit ist. Die Gründe dafür können sein: falsches Heizen und Lüften, eine falsche Isolierung an den Wänden, aber auch undichte Stellen oder Risse an Dächern, Mauerwerk und Fenstern.

Warum ist Schimmel ungesund?

Schimmelpilze verteilen ihre Sporen in der Raumluft. Werden sie eingeatmet, können die Sporen zu Kopfschmerzen, Durchfall und Erbrechen führen. Allergien auslösen und Schleimhäute reizen. Daher sollte Schimmel zügig entfernt werden, sobald die ersten Flecken auftauchen.

Wie lässt sich Schimmel vermeiden?

Wenn bauliche Mängel für den Schimmelbefall verantwortlich sind, sollte man diese unverzüglich beheben. Sind die Außenwände recht kühl, sollte man die Möbel nicht direkt an die Wand stellen. Außerdem ist es wichtig ausreichend zu heizen und regelmäßig zu lüften. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte idealerweise bei 65 – 70% liegen.

Was taugen Mittel gegen Schimmel?

Eine Hand in Gummihandschuhen sprüht ein Anti-Schimmel-Mittel an eine von Schimmel befallene Wand.
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Die im Handel erhältlichen Sprays und Lösungen erfüllen zwar alle ihren Zweck, setzen beim Anwenden in der Regel jedoch „Aktivchlor" oder Fungizide frei und belasten damit unter anderem die Atemwege. Deshalb sollte man beim Auftragen der Substanz die Fenster öffnen, Handschuhe anziehen und ggf. eine Schutzbrille tragen. Eine schonendere Alternative sind Hausmittel wie Brennspiritus oder Wasserstoffperoxid. Beides gibt es in der Apotheke. Allerdings bleiben die Flecken meist sichtbar.

Kann ich bei Schimmelbefall die Miete mindern?

Ja. Sind große Teile einer Wand oder gar mehrere Zimmer betroffen und besteht bereits eine Geruchsbelästigung, sind laut Rechtsprechung rund zehn Prozent Minderung angemessen. Fürs Berechnen setzt man immer die Warmmiete, also Kaltmiete plus Nebenkosten, als Startpunkt an.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 23. März 2020 | 10:45 Uhr

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