Tragischer Unfall am Set: Alec Baldwin erschießt Kamerafrau

Am Set des Westernfilms »Rust« ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen. Schauspieler Alec Baldwin erschoss eine Kamerafrau mit einer Waffe aus dem Requisitenfundus.

Alec Baldwin
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Die Kamerafrau ist tot, der Regisseur schwer verletzt, die Dreharbeiten bis auf Weiteres still gelegt: Eine tragischere Situation am Set eines Films kann sich wohl niemand ausmalen.

Echte Munition in Requisitenwaffe

Blick auf die Bonanza Creek Ranch in der Nähe von Santa Fe, Tatort eines tragischen Unfalls am Filmset mit US-Schauspieler Alec Baldwin.
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Für Schauspieler Alec Baldwin stand am Donnerstag eine Szene mit Schusswaffe auf dem Drehplan. In Cowboystiefeln, Jeans und mit einem langen Bart feuert er am Set seines neuen Films "Rust" mehrere Schüsse ab. Was er nicht weiß, ist, dass die Waffe mit echter Munition geladen ist. Baldwin trifft die Kamerafrau Halyna Hutchins und den Regisseur und Autor des Westerns Joel Souza. Hutchins erliegt im Universitätsklinikum von New Mexico wenig später ihren Verletzungen. Souza befindet sich derzeit noch im Krankenhaus, ist aber am Leben.

Ermittlungen laufen noch

In einer Stellungnahme der Produktionsfirma Rust Movie Productions LLC heißt es:

Die komplette Besetzung und alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind wegen der heutigen Tragödie am Boden zerstört. Wir sprechen unser tiefstes Beileid an Halynas Familie und Freunde aus. Die Produktion des Films wurde auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und wir arbeiten eng mit der Polizei in Santa Fe zusammen.

Wie es zu dem Unglück bei den Dreharbeiten kommen konnte und welche Art von Projektil abgefeuert wurde, wird derzeit noch untersucht. Die Polizei vernimmt derzeit weitere Zeugen. Man habe aber keine Anklage erhoben, teilten die Behörden mit.

Mit Material von Tagesschau und New York Times

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